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Rund ums Haus

Check der Wärmepumpe

Die Heizsaison ist zu Ende. Das ist die ideale Zeit für einen gründlichen Check der Wärmepumpe.

Wärmepumpe wird Kunden erklärt

Wenn es draußen richtig warm ist, können viele Wärmepumpen dazu genutzt werden, um die Wohnräume energieeffizient zu kühlen. Foto: txn/Bundesverband Wärmepumpe e.V.

„Viele Maßnahmen können Verbraucher:innen selbst durchführen“, sagt Nadine Schröer, Leiterin bei der Verbraucherzentrale NRW in Witten. Eine kurze Überprüfung kann bereits helfen, Störquellen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig lassen sich durch kleine Optimierungen spürbar Stromkosten senken. Zusätzlich verlängert eine regelmäßige Pflege die Lebensdauer der Anlage.“ Was zu beachten ist, hat die Verbraucherzentrale NRW in fünf Tipps zusammengestellt.

Außeneinheit gründlich reinigen
Nach dem Winter sollte man die Außeneinheit genau prüfen und von Schmutz befreien. Häufig sammeln sich Laub, Staub oder kleine Fremdkörper an, die die Luftzufuhr behindern. Auch das Gehäuse kann mit einem weichen Schwamm und milder, lösungsmittelfreier Seife gereinigt werden (keine aggressiven Reinigungsmittel nehmen). Wichtig ist, dass man vorab die Hinweise in der Bedienungsanleitung beachtet. Bei der Reinigung ist darauf zu achten, dass keine Feuchtigkeit in sensible Bereiche eindringt. Ebenso sollte man prüfen, ob die Lüftungsschlitze frei sind. Regelmäßige Reinigung verhindert langfristige Schäden. So verbessert man die Betriebsbedingungen der Wärmepumpe und reduziert langfristig das Risiko von Störungen.

Betriebsdaten analysieren
Spätestens zum Ende der Heizsaison lohnt es sich, die gespeicherten Daten der Wärmepumpe gezielt auswerten. Viele moderne Geräte liefern detaillierte Informationen zu Temperaturen, Laufzeiten und Energieverbrauch. Diese Daten geben wertvolle Hinweise auf die Effizienz der Anlage. Man erkennt beispielsweise ungewöhnlich viele Verdichterstarts oder steigenden Stromverbrauch. Idealerweise nutzt man die Hersteller-App zur Auswertung. Alternativ kann man zusätzliche Sensoren einsetzen. Abweichungen lassen sich so besser einordnen. 
Heizkurve optimieren
Ziel ist es, die Vorlauftemperatur möglichst niedrig zu halten. Dabei darf der Wohnkomfort nicht beeinträchtigt werden. Zur Optimierung senkt man die Heizkurve schrittweise um wenige Grad. Schon kleine Anpassungen können große Effizienzgewinne bringen. Wichtig ist, dass Veränderungen dokumentiert werden. So behält man den Überblick über die Auswirkungen. Die Winterdaten liefern dafür eine gute Grundlage. Man sollte geduldig und in kleinen Schritten vorgehen. So wird auch der Verdichter geschont. Das verlängert die Lebensdauer der Anlage.

Warmwasseraufbereitung anpassen
Ein Blick auf die Einstellungen für die Warmwasserbereitung lohnt sich ebenso. Häufig laufen diese Programme nicht bedarfsgerecht. Es sollte sichergestellt sein, dass Warmwasser nur dann produziert wird, wenn es benötigt wird. Auch die Temperatur sollte, unter Berücksichtigung des Legionellen-Schutzes, nicht unnötig hoch eingestellt sein. Gleichzeitig wird der Verdichter der Anlage entlastet. Zusätzlich können Zeitprogramme individuell angepasst werden.

Wann ein Fachbetrieb ins Spiel kommt
Für eine genaue Effizienzauswertung sollten Eigentümer:innen einen Fachbetrieb hinzuziehen. Hersteller-Apps liefern nur begrenzte Einblicke in das Gesamtsystem. Fachleute analysieren das Zusammenspiel aller Komponenten und erkennen Optimierungspotenziale. Arbeiten am Kältekreis und sicherheitsrelevante Prüfungen sollte man immer Profis überlassen. Viele Schornsteinfegerbetriebe bieten inzwischen ebenfalls Wärmepumpen-Checks und Effizienzanalysen an und können eine Alternative zu klassischen Fachbetrieben sein. 
Weiterführende Informationen: verbraucherzentrale.nrw/node/5439
sowie der Ratgeber „Wärmepumpe“: shop.verbraucherzentrale.de/rubriken/alle-titel-von-a-z/ratgeber-waermepumpe/9783863364205