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Hattingen

Baustart für Großprojekt „Quartier Alte Feuerwache“

Die Arbeiten auf dem Areal zwischen Friedrichstraße und Mörikestraße haben begonnen.

Gruppenbild

Trafen sich zur Übergabe des Förderbescheides auf dem Gelände der Alten Feuerwache: Jan-Christoph Schaberick, Dr. David Wilde, Melanie Witte-Lonsing, Guido Zander (hwg), Meike Riedesel (Ennepe-Ruhr-Kreis) und Marcus Kibilka (hwg).

Nach langer Ruhezeit ist Bewegung auf der Brachfläche zwischen der Friedrichstraße und Mörikestraße in der Hattinger Innenstadt. Dort, wo bis 2019 die alte Feuerwache stand, entsteht ein Wohnquartier. Es ist das bislang größte Neubauprojekt der Hattinger Wohnungsgenossenschaft (HWG). Das Quartier „Alte Feuerwache“ soll öffentlich geförderten Wohnraum mit sozialer Infrastruktur, Pflege- und Unterstützungsangeboten sowie attraktiven Freiräumen verbinden.
Zum 1. Dezember 2025 erhielt die HWG nach langer Wartezeit die Genehmigung des Bauantrages. Im Vorfeld wollten mehrere Bauherren ein Wohnquartier mit Ärztehaus schaffen und begannen mit konkreten Planungen, doch nun ist die Wohnungsgenossenschaft, die bereits 2023 den Antrag stellte, alleiniger Bauherr. Der rechnet mit rund zwei Jahren Bauzeit für das rund 30 Millionen Euro schwere Projekt, im Zuge dessen auf dem 8022 Quadratmeter großen Areal fünf moderne, klimaneutrale mehrgeschossige Gebäude mit insgesamt 63 Wohneinheiten entstehen. Dafür wurden zwei alte Gebäuderiegel an der Mörikestraße abgerissen.

Fünf Gebäude gruppieren sich um zentralen Platz
„Städtebaulich ist das Quartier so angelegt, dass sich die fünf Gebäude um einen zentralen Quartiersplatz gruppieren. Die oberen Geschosse springen teilweise als Staffelgeschosse zurück, die Gebäude verfügen überwiegend über Loggien. Ziel des Entwurfs ist ein Ensemble mit hohem Wiedererkennungswert und hoher Aufenthaltsqualität. Private und halböffentliche Bereiche sollen dabei sinnvoll miteinander verbunden werden“, skizziert Dr. David Wilde, Vorstandsvorsitzender der HWG, das Projekt. Es wird einen zentralen Platz mit Spielflächen, Grünanlagen, Sitzgelegenheiten, Mietergärten und einem Pavillon geben. Die Dächer der fünf Holzhydridbauten werden begrünt.
Fest steht: Einige Wohneinheiten werden von sozialen Einrichtungen angemietet. Künftig werden in je einer Gewerbeeinheit eine Tagespflege, Kurzzeitpflege und ein Café ziehen. In zwei Gruppenwohnungen mit jeweils zehn Zimmern werden im Quartier eine Senioren- und Behinderten-WG untergebracht sein. Sogar an Plänen für eine Hospiz-WG wird derzeit gearbeitet. Die Energieversorgung wird klimaeffizient mittels Wärmepumpe und PV-Anlagen sein. In einer Tiefgarage wird es 79 Pkw-Stellplätze und 170 Fahrradstellplätze geben.
Das Land NRW unterstützt das Bauprojekt mit der exakten Fördersumme von 9.888.602 Euro. Öffentlich gefördert werden insgesamt 30 Wohnungen mit zwei, drei oder vier Zimmern sowie zwei Gruppenwohnungen. Hattingens Bürgermeisterin Melanie Witte-Lonsing zeigt sich zufrieden und betont: „Wir brauchen dringend neuen Wohnraum und haben einen hohen Bedarf an öffentlich gefördertem Wohnungsbau. Es ist gut, dass dieser jetzt an zentraler Stelle mitten in der Innenstadt entsteht.“

Von Hendrik Steimann