Waltraud und Harald Friedrich Kresin haben diamantene Hochzeit gefeiert.
Waltraud und Harald Friedrich Kresin
Bildquelle: Hendrik Steimann
Vor 60 Jahren haben sich Waltraud und Harald Friedrich Kresin das Ja-Wort gegeben. Nun hat das glückliche Wittener Ehepaar seine diamantene Hochzeit gefeiert. Die 84-Jährige und der 86-Jährige erinnern sich an all die Jahre. Kennengelernt haben sich die beiden über eine private Feier. Ein Freund von Harald Kresin – der aus Danzig aus dem früheren Pommern im heutigen Polen – stammt und im Jahr 1947 nach Witten kam – organisierte die Feier und dessen Freundin lud eine Freundin von ihr ein: Waltraud. „Wir haben direkt Sympathie empfunden“, erinnert sie sich. Das war 1963, sie wurden ein Paar. 1964 machte Harald Kresin seiner Zukünftigen einen Heiratsantrag. Am 30. September 1966 heirateten sie.
Die beiden liebten seit jeher Harmonie. Harald Kresin betont: „Vertrauen ist ganz wichtig, wir haben uns nie belogen. Wenn wir mal gestritten haben, haben wir uns spätestens am nächsten Tag wieder vertragen.“ Das war beiden wichtig, genauso wie die gemeinsame Lebensplanung. Die begann damals in einer Mietwohnung an der Hauptstraße, in der es ab 1968 mit Tochter Claudia eine dritte Mitbewohnerin gab. Die Familie kaufte sich eine Eigentumswohnung im Parkweg, bis sie 1988 ihr Haus an der Röhrchenstraße bauten, wo sie bis heute lebt. Gemeinsam mit den Hunden der Tochter: Bill und Luni.
Die Kresins machten viele Touren mit dem Auto, besuchten oft Verwandte. Er spielte Akkordeon und Keyboard und hatte drei Jahre lang gemeinsam mit zwei Bekannten eine kleine Band. Wenn sie samstagsabends in Kneipen auftrat, war seine Frau immer dabei – über mehrere Stunden. Zuhause gab es auch schon mal ein Ständchen. Über den Männergesangsverein „Glückauf“ Bommerholz, in dem Kresin ab 1970 war, nahm er mit seiner Frau an vielen Fahrten teil.
Gerne erinnern sie sich auch an größere Urlaubsreisen. Etwa an eine Kreuzfahrt nach Norwegen, einschließlich der Insel Spitzbergen. Oder an ihre drei Flüge in die USA, wo sie einmal mit einer Reisegruppe und einmal mit Tochter Claudia die Route 66 fuhren. In New York waren sie im World Trade Center in den Zwillingstürmen und im Empire State Building. Zudem nennt Waldtraud Kresin den Urlaub in Kanada als Höhepunkt: „Die Niagarafälle waren besonders beeindruckend.“ Im Rentenalter ging es oft zur Nordsee. Sonst genießen sie ihre Ruhe im Garten mit Teich. Dort lebten eine Zeit lang zwei Schildkröten, die sie sich kauften – nebst Aquarium im Haus. „Die Schildkröten sind uns mal entlaufen, nur eine wurde in der Nachbarschaft gefunden“, erzählt Harald Kresin.
Er und seine Frau waren beide berufstätig. Sie als Verkäuferin im Automobilzubehörhandel Neuber am Crengeldanz und später bei Afra an der Jahnstraße und im Wullener Feld. Er als Kaufmann bei Ruhrpumpen, ehe er sich mit einer Versicherungsagentur, einem Schilderladen und als Lohnsteuerberater in der Oststraße selbstständig machte. Das Ehepaar genoss abends ihre Stunden und private Feiern mit Bekannten im Garten – zu denen Waldtraut Kresin gerne backte. Ihre Geburtstage liegen übrigens nur fünf Tage im Juni auseinander – viel mehr Nähe geht fast nicht.
Von Hendrik Steimann