Mehrfach-Sieger „Maui-Brüder“ wieder am Start? Sommerspaß vom Feinsten.
Unsinkbar sind die Badewannen nicht. Aber genau das bringt den Spaß. Würden alle Badewannen problemlos ihr Ziel erreichen – das wäre doch langweilig.
Sie tragen Namen wie „Maui-Brüder“, „Unsinkbar“, „Wannenhaie“ oder „Beach Boys“ – der Kreativität sind beim Badewannenrennen im Sprockhöveler Freibad keine Grenzen gesetzt. Man darf gespannt sein, mit welchem Team-Namen und mit welchem Schlachtruf die Teams in diesem Jahr am Sonntag, 12. Juli, ab 10 Uhr, an den Start gehen werden. Phantasievolle Kostüme sind ausdrücklich erwünscht und werden wie immer von einer Kinderjury prämiert!
„Es ist unser 11. Badewannenrennen. Begonnen haben wir 2014 und zwei Jahre ist der Spaß conorabedingt ausgefallen“, berichtet Marcel Beckers, Vorsitzender vom Freibad-Förderverein. Damals, so sagt er, habe man sich im Traum nicht vorstellen können, was sich aus dem Sommerspaß entwickeln könnte. Tatsächlich ist die Veranstaltung weit über Sprockhöveler Grenzen bekannt. SAT1 berichtete darüber und der WDR bereits mehrfach – im Radio und im Fernsehen. Und mit dem Sprockhöveler Daniel Chur und – neu – WDR-Freelancerin Kyra Preuß stehen in diesem Jahr erstmals sogar zwei professionelle WDR-Kommentatoren am Beckenrand.
Maximal 36 Teams paddeln um den Sieg
Maximal 36 Teams können um den Sieg paddeln. „Mehr Kapazitäten haben wir nicht. Insgesamt haben wir als Verein vier Badewannen und drei davon sind am Anfang gleichzeitig im Rennen und treten gegeneinander an“, erzählt Beckers. „Die Badewannen haben wir zur Premiere von einem Unternehmen bekommen, die Rohrkonstruktion drumherum haben wir aus Abwasserrohren aus dem Baumarkt selbst gebaut. Im Gegensatz zu anderen Städten, die auch ein Badewannenrennen haben, können unsere Wannen allerdings sinken. Unsinkbar nimmt doch den Spaß“, findet Beckers völlig zu Recht.
Es kommt beim Rennen im Wasser auf die Balance an. Ist die Wanne zu schwer, lässt es sich genauso wenig gut paddeln wie beim Gegenteil. Wer in seiner Freizeit beispielsweise als Standup-Paddler Erfahrungen hat, dürfte einen Vorteil haben. Ein Erwachsener ist Pflicht, die zweite Person darf ein Kind sein. „Die Regel ist es aber, dass zwei Erwachsene fahren und ein Kind dabei haben“, so Beckers. Selbstverständlich ist es Voraussetzung, dass man schwimmen kann – denn die Bekanntschaft mit dem nassen Element kann man nicht nur in der Badewanne machen. Manche schaffen es, richtig abzusaufen – sehr zur Gaudi des zahlreichen Publikums. Alles ist hier familientauglich. Nichtschwimmerbecken und Planschbecken sind natürlich nutzbar, denn die Veranstaltung findet im Schwimmerbecken statt. Und in der Pause kann man auch hier seine Runden drehen. Fällig wird nur der normale Freibad-Eintritt – wobei sich der Förderverein über eine Spende in eigener Sache freut. Denn der Verein mit rund 550 Mitgliedern und einem harten Kern von zwanzig Aktiven stemmt nicht nur die Organisation, sondern sorgt auch für selbstgebackenen Kuchen, Herzhaftes (auch vegetarische Wraps) und Getränke. Für Essen und Trinken gibt‘s natürlich auch noch den Freibad-Kiosk. Die Badewannenrennen-Sieger, die in der Regel gegen 15 Uhr feststehen, bekommen Gutscheine aus der Sprockhöveler Geschäftswelt.
„Unser Freibad ist ein kommmunikativer und geselliger Ort. Jedes Alter kommt gerne hierher. Das Badewannenrennen gehört zu den Highlights der Saison“, so Beckers. Eine Frage, die ihm bei der Organisation immer gestellt bekommt: Müssen wir die Wannen selbst mitbringen? Witzig. Man stelle sich den praktischen Ablauf vor... Aber nein, die Wanne wird natürlich gestellt. Anmeldung über die Homepage www.sprockhoevelschwimmt.de. Wer Fragen hat, kann Marcel Beckers kontaktieren unter Telefon: 02324/72144.
Ach ja, weil es in diesem Jahr eine Jubiläumssaison ist – das Freibad feiert seinen 70. Geburtstag – werden natürlich auch die Jubiläums-T-Shirts an diesem Tag verkauft.
Von Dr. Anja Pielorz