Welper: Wir machen unseren Stadtteil noch schöner

Bürgerversammlung zum Stadtumbau super besucht - erste Projekte laufen in diesem Jahr.

Proppenvoll war die Aula der Gesamtschule in Welper bei der Bürgerversammlung zum Stadtumbau des Ortsteiles. Neben Bürgermeister Dirk Glaser (Bildmitte) waren auch Baudezernent Jens Hendrix (rechts) und Solveig Holste (links), Fachbereichsleitung Stadtbetriebe und Tiefbau, erschienen. Außerdem war selbstverständich Regine Hannappel vor Ort, zuständig für Stadtplanung und Stadtentwicklung. Außerdem die Mitarbeiter des Stadtumbaubüros sowie Vertreter der Planungsbüros.

Im Foyer der Gesamtschule in Welper gab es reichlich Infostände, die von Fachleuten betreut wurden, die gleich Rede und Antwort geben konnten. In der Aula war Platz für etliche hundert Menschen, die gekommen waren, um sich über den Stadtumbau zu informieren.

„Mit so vielen haben wir gar nicht gerechnet“, freuen sich Stadtspitze, Verwaltung und Stadtumbaubüro. Nach der Schließung der Henrichshütte 1987 war die Entwicklung in Welper durch die Folgeerscheinungen bestimmt sowie durch demographische und lokalökonomische Strukturen. Dabei hat der Stadtteil mit den denkmalgeschützen Siedlungen Müsendrei und Haidchen sowie der Gartenstadt Hüttenau durchaus Potential. Außerdem ist der Park Diepenbeck der größte Park in Hattingen und mit der Gesamtschule hält der Stadtteil auch eine sehr beliebte Schulform vor.
Um mit diesen Ressourcen fit für die Zukunft zu werden, gibt es den Stadtumbau mit seinem Büro und den Fördertöpfen von Land und Bund. Insgesamt acht Millionen Euro sollen bis 2020 nach Welper fließen!
Die erste Million wurde übrigens schon verbaut - in die Sanierung der Gesamtschule in Welper.
In diesem Jahr nun werden die nächsten Großprojekte angegangen: Der Umbau der Thing­straße und damit die Neugestaltung der Welperaner Mitte. „Wir wollen hier attraktive Begegnungsräume schaffen. Eine verbesserte Querung im Bereich des Emmy-Kruppke-Zentrums, einen Platz zum Verweilen vor dem Emmy-Kruppke-Zentrum, die Verlegung der Parkfläche, die Verschönerung des Brunnenplatzes am Ende der Thingstraße, Sitzbänke - wir rechnen hier mit einem Volumen von zwei bis drei Millionen Euro“, erklärt Regine Hannappel, zuständig für Stadtplanung und Stadtentwicklung bei der Stadt Hattingen. „In diesem Jahr wird es eine detaillierte Planung geben und wir werden die Bürger immer wieder einbeziehen. Für den Marktplatz gibt es auch eine künstlerische Idee von Egon Stratmann. Ein Entwurf ist auch im Foyer zu finden.“
Ein zweiter großer Bereich ist den Spiel- und Freiflächen gewidmet. „Hier wurden die Kindertageseinrichtungen bereits einbezogen. Wir sind zusammen mit den Kindern losgezogen, um Wünsche zu hören und die Spielplätze zu bewerten“, erklärt Silvia Mahle, Familienzentrum Welper. Entwickelt wird zunächst der zentrale Spielplatz Müsendrei. Ein neues Nutzungskonzept wird erarbeitet für Hattingens größen Park, Diepenbeck. Bis Ende 2017 soll ein Ausführungsplan stehen.
Drittens geht es um die Unterstützung für Haus- und Hofflächengestaltung der Gartenstadt Hüttenau. „Hier wollen wir nicht vorschreiben, sondern Empfehlunge geben, welche Gestaltung mit welchen Fördermöglichkeiten verbunden ist“, so Hendrix.
Im Verfügungsfonds schließlich stehen jährlich 30.000 Euro zur Verfügung, über deren Verwendung der Stadtteilbeirat, gebildet aus Welperaner Bürgern, entscheidet.


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