Welches Haustier passt zu mir?

Die Faustregeln fürs Zueinanderfinden sind so locker auszusprechen wie nichts- bis vielsagend.

Die Faustregeln fürs Zueinanderfinden kennen wir, sie sind so ­locker auszusprechen wie nichts- bis vielsagend: Gleich und gleich gesellt sich gerne. Oder: Gegensätze ziehen sich an. Wenn das so einfach wäre mit dem einvernehmlichen Auskommen!
Bei der Frage „Welches Tier passt zu mir?“ sieht‘s auch nicht besser aus. „Gleich und gleich“ ist bei einigen Arten recht problematisch, nicht nur äußerlich. Bei Schildköten, Vogelspinnen oder Schlangen – auch als ­Lebensbegleiter gerne gefragt – will einem keine sinnvolle Antwort einfallen. Das gilt auch für „Gegensätze“. Bei Null- bis Achtbeinern dieser Art fällt das Vermenschlichen sehr schwer, allenfalls im negativen Sinn.
Ganz anders die Lieblinge der Nation, allen voran Katzen und Hunde, dicht gefolgt von Kleintieren wie ­Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, danach Ziervögel und -fische, Reptilien, Mäuse und Spinnen.
Das hat das Magazin „Freizeitrevue“ herausgefunden. Und das deckt sich mit unseren Lebenserfahrungen. Allenfalls überraschen die Schlusslichter „Mäuse“ und „Spinnen“. Viele hätten dort lieber Ponys oder Pferde gesehen. Die sind vermutlich nicht top-ten-tauglich, weil sie betreute Garagen brauchen, die man als Pferdeställe mieten muss, wenn der eigene Garten nicht groß genug ist. Neben Charaktereigenschaften und Aussehen spielen aber noch weitere Gesichtspunkte ein Rolle, Gesichtspunkte, die vor allem die Tierschützer im Blick ­haben. Der ­Verein „Deutscher Tierschutzbund“ rät, sich selber vor der Anschaffung von Haustieren einige Fragen zu beantworten, und zwar ehrlich – im Interesse der Tiere, aber auch im eigenen Interesse:
Haben Sie genug Zeit, sich um ein Tier zu kümmern? Sind Ihre nächsten Jahre überschaubar, so dass für ein Tier gleichmäßig gut ­gesorgt werden kann? Was passiert, wenn das Tier Sie überlebt? Sind alle Familienmitglieder einverstanden? Erwachsene tragen die Verantwortung für das Wohl des Tieres, ein Kind kann das leider nicht. Sind Sie dazu bereit? Kennen Sie die arteigenen Bedürfnisse des Tieres und können ihnen gerecht werden? Sind Sie in der Lage ein krankes Tier – auch länger und mit allen Begleiterscheinungen – zu pflegen? Sind Unterbringung und Versorgung bei Abwesenheit geregelt? „Wenn Sie nur eine dieser Fragen nicht positiv beantworten können, sollten Sie vorläufig auf ein Tier verzichten, bis alle Voraussetzungen erfüllt sind“, rät der ­Deutsche Tierschutzbund.
Und weiter: „Welche Tiere sollte man nicht privat halten? Wenn wir hier nur die bekanntesten Heimtiere ansprechen, so hat das einen Grund. Diese Tiere werden seit langem gezüchtet. Es liegen hinreichend Erfahrungen über deren Ansprüche an Umwelt und Pflege vor. Diese Tierarten können, von einigen Einschränkungen abgesehen, im Privathaushalt gehalten werden.“


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