Weitgehend vom übrigen Stadtgebiet abgeschnitten

Brückenbau: Stellungnahme von Vereinen – „Paralleler Versatz“ – Gespräche ohne Resonanz.

Wenn die Planung von „Straßen NRW“ zum Brückenneubau (im Bild die sogenannte Omega-Brücke) bestehen bleibe, bedeute dies ein Abgeschnittensein über mindestens vier Jahre, befürchten Herbeder Bürgerinitiativen und Geschäftsleute.

Der Neubau der drei Herbeder Brücken wird bereits seit etwa zehn Jahren immer wieder diskutiert. So sollte beispielsweise mit dem Neubau der „Omega-Brücke“ bereits 2014 begonnen werden.
Das stellen drei Vereine aus Herbede in einer gemeinsamen Stellungnahme zur (fast) unendlichen Geschichte „Brückenbau im Ortsteil“ fest. Eine Sorge treibt die engagierten Bürger um: Die Erreichbarkeit von Herbede während des Brückenbaus. Der ist seit langem notwendig, weil die alte Brücke marode ist und nur noch eingeschränkt befahren werden kann.
Die Stellungnahme unterschrieben haben die Vorsitzenden Dieter Boele, Bürgerkreis Herbede; Heiner Knährich, Heimatverein Herbede; und Dominik Grütter, Werbegemeinschaft Herbede. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Im November 2019 stellte die Planungsbehörde ‚Straßen NRW‘ einen Entwurf vor, der einen Neubau an gleicher Stelle der bestehenden drei Bauwerke vorsieht und zu einer Vollsperrung über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren führen würde.
Damit wäre insbesondere der Kern Herbedes mit seinen Versorgungseinrichtungen (Handel und Gastronomie), Infrastruktureinrichtungen (Hardenstein-Gesamtschule, Rathaus der Medizin, Hallenbad, Sporthallen und -vereine, Freizeiteinrichtungen und so weiter) und Arbeitsstätten weitgehend vom übrigen Stadtgebiet und angrenzenden benachbarten Ortsteilen abgeschnitten und erheblich betroffen. Der damit verbunden Protest weiter Bevölkerungskreise, zentraler Einrichtungen und auch politischer Parteien führte zu der Erarbeitung von Planungsalternativen, unter anderem auch durch den Bürgerkreis Herbede, der einen „parallelen Versatz“ der neuen Brücken vorschlägt und somit ohne Vollsperrung auskommt. Planungsbehörde, Stadt und politische Parteien wurden informiert.

Alternativen nicht gefolgt
Die angebotenen Gespräche blieben bisher weitgehend ohne Resonanz. Eine vorgesehene Bürgerinformation wurde bekanntlich coronabedingt abgesagt. Auf aktuelle Nachfrage des Bürgerkreises teilte „Straßen NRW“ mit, dass der Planungsalternative und den weiteren Vorschlägen (Ausnahme Lakebrücke) nicht gefolgt, die Lakebrücke an gleicher Stelle neu und komfortabler gebaut werde und nur für Notverkehre (neben Fuß- und Radverkehr nur für die Träger öffentlicher Belange, vorgesehen: Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Müllabfuhr, Winterdienst, ÖPNV) während der Bauzeit der L924-Brücken freigegeben und somit das Abgeschnittensein gemindert werde; diese Planung mit der Stadt Witten abgestimmt sei, Baubeginn der Lakebrücke sei 2023, der drei L924-Brücken 2024. Eine Lakebrücke mit der Möglichkeit, Notverkehre aufzunehmen, und unter Berücksichtigung der Belange der dortigen Anwohner wäre sicher zu begrüßen, ändert allerdings nichts an der Grundproblematik.“


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