Von „Bibi Blocksberg“ und „Momo“ bis zu „Zombieland“

Seit nun mehr 25 Jahren gibt der Stockumer Theaterverein in Eigenregie Vorstellungen.

Man muss schon wirklich eine Liebe zum Theater haben, wenn man neben dem Beruf noch Kulissen baut, Kostüme herstellt, Texte lernt, Rollen erarbeitet, eine Aufführung organisiert, Plakate druckt und aushängt und die Bühne und Bühnentechnik selber auf- und wieder abbaut.
Mit viel Enthusiasmus und Engagement erarbeiten, organisieren und spielen die etwa 60 Mitglieder des Stockumer Theatervereins seit nun einem Vierteljahrhundert Theaterstücke von „Bibi Blocksberg“ und „Momo“ bis zu „Anatevka“ und „Zombieland“. Das wurde mit einem Sektempfang, einer inszenierten Zeitreise durch vergangene Bühnenstücke und dem Stück „Das Gespenst von Canterville“ gefeiert.
Als der Deutschlehrer Karl-Heinz Thomas den Verein vor 25 Jahren gründete – 1993, Satzungslegung im Februar 1994, die eigentliche Gründung – war noch nicht abzusehen, dass der Verein sich so mausern würde. Aus einer schulischen Theater-AG bildete sich der Grundstock, der 2008 von Tobias Grunwald, ebenfalls ein Schüler von Karl-Heinz Thomas, als Leitung übernommen wurde. Die Stücke werden von den Mitgliedern selbst vorgeschlagen und ausgesucht. In zwei bis drei Monaten werden sie dann realisiert und einstudiert, um dann lediglich an einem Wochenende gespielt zu werden. Dabei hilft die Kooperation mit dem TuS Witten-Stockum, der einen großen Raum, eine Turnhalle, zur Verfügung stellt. Die Kooperation besteht schon länger und wird vom Vorsitzenden des TuS, Peter Ludwig, am Leben gehalten. Es gab auch schon erfolgreiche Mischveranstaltungen, Theater und Sport in einem, seit 2009 unter dem Titel „Sport trifft Theater“. Geprobt werden die Stücke im Keller der Maximilian-Kolbe-Gemeinschaft. Finanziert wird der Theaterverein ausschließlich über die Mitgliedsbeiträge und die Eintrittspreise. Inzwischen stehen sogar schon die Kinder der ersten Mitspieler auf der Bühne, sodass man von einem Generationenwechsel sprechen kann, von einer Weitergabe einer Tradition. Der Verein ist recht „jung“, der Altersdurchschnitt liegt bei 28,5 Jahren.
Die zwei bis drei Aufführungen im Jahr bereichern das Stockumer Leben. Wenn Amateure so viel Engagement investieren, dann muss man wirklich fürs Theater brennen. Der Spaß scheint also nicht zu kurz zu kommen. Und das Überleben des Vereins gibt ihnen Recht.


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