Versorger: Bilanz ist im Wesentlichen gleichgeblieben

„Wir haben viel Gutes für Witten getan, nicht zuletzt eine Gewinnabführung an die Stadt.“

Sie stellten den „Geschäftsberichtes 2018“ der Wittener Stadtwerke vor, von links: Diplom-Ingenieur Rainer Altenberend, Prokurist Energie- und Wasserversorgung; Diplom-Kaufmann Markus Borgiel, Prokurist Vertrieb und Beschaffung, Isabell Raddatz, Pressereferentin Unternehmenskommunikation; und Stadtwerkechef Andreas Schumski.

„Zufriedenstellend“ nannte Stadtwerke-Chef Andreas Schumski die Bilanz des Wittener Energieversorgers bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2018 im Haupthaus an der Ecke Westfalen- und Dortmunder Straße.
Das zu den Zahlen, die im Wesentlichen gleichgeblieben sind im Vergleich zum Vorjahr. Die Bilanzsumme mit 109,87 Millionen (109,53) liegt annähernd auf gleichem Niveau, die Umsatzerlöse sind leicht gefallen auf 105,18 (108,91) Millionen Euro, was zum größten Teil auf die gesunkene Abgabemenge beim Strom auf 267,9 Millionen Kilowattstunden (279,6) zurückzuführen ist. „Großkunden haben zu anderen Anbietern gewechselt, das Geschäft mit den Privatkunden ist in etwa gleichgeblieben“, sagt Diplomkaufmann Markus Borgiel, Prokurist und Leiter der Abteilung Vertrieb und Beschaffung.
„Wir haben viel Gutes für Witten getan, nicht zuletzt eine Gewinnabführung an die Stadt Witten von 5,5 Millionen“, sagt Andreas Schumski.

In Sachen Ökologie
Auch in Sachen Ökologie ist der Energieversorger vorne. Er verkauft ausschließlich Ökostrom, was unter anderem umweltbewusste Kunden zu schätzen wissen. Beispielsweise gibt’s nur dann eine Förderung bei der Einrichtung einer privaten Stromzapfanlage fürs E-Auto, wenn der Versorger zertifiziert ökologischen Strom einkauft.
Ferner bezuschussen die Stadtwerke die Bäder, und zwar nicht zu knapp, da kann das Wetter so gut sein, wie es will. Auch der
Linienbetrieb des Motorschiffes Schwalbe II ist nicht kosten­deckend. Das sollten diejenigen bedenken, die auf den Wechsel zu einem billigeren Anbieter schielen. Dem ist Witten egal. Und riskant ist ein Wechsel auch noch. Denn die auf Strompreissenkung spekulierenden Billiganbieter können auch schon mal danebenliegen, wie das jüngste Beispiel einer Pleite gezeigt hat. „Etwa die Hälfte der Kunden konnten wir zurückgewinnen“, sagt Markus Borgiel.

Nach jahrelanger Stabilität
Und nun zum Portemonnaie: Nach jahrelanger Stabilität bei teilweiser Preissenkung wird’s demnächst etwas teurer, und zwar beim Strom um etwa 5 bis 6 Prozent. Beim Wasser und beim Gas bleibt zunächst alles beim alten „Wir konnten lange die steigenden Strompreise am Markt abfangen und haben sie nicht an unsere Kunden weitergegeben, das geht nun nicht mehr“, sagt Andreas Schumski. Vom 1. September dieses Jahre an, müssen etwa 10 000 Kunden tiefer in die Tasche greifen.

Grundversorgte Abnehmer
Das sind die sogenannten grundversorgten Abnehmer, also diejenigen, die keine längerfristigen Verträge mit den Stadtwerken abgeschlossen haben. Sie bekommen ein Anschreiben, das Hintergründe und Umfang der Änderungen erklärt.
Wer keine Post bekommt, ist ein Kunde mit längerfristigem Vertag und zahlt nichts drauf. Die Mitarbeiter im Kundenzentrum „Impulse“ an der Ruhrstraße 12 beraten gerne.
Apropos Schwalbe: Sie ist havariert. Infolge eines Defektes an der Steuerung ist sie auf eine Uferböschung gesteuert und hat Schaden genommen, zwei Personen wurden leicht verletzt. Ein Gutachter wird wahrscheinlich eingeschaltet, der das Ausmaß des Schadens beziffern wird. Wesentlich erfreulicher vorwärts geht’s bei der sogenannten E-Mobilität. „Im Vorjahr zählten die Kunden insgesamt sechs Ladesäulen auf Wittener Stadtgebiet, drei davon öffentlich, die anderen drei teil-öffentlich“, sagt
Diplom-Ingenieur Rainer Altenberend, Prokurist Energie- und Wasserversorgung. In diesem Jahr kommen zwei weitere hinzu.
Da die Stadtwerke zu 100 Prozent Ökostrom einkaufen und an die Kunden weitergeben, fährt man in Witten mit E-Autos doppelt sauber.

Säule weiß, wer zapft
Nutzen kann man die Ladesäulen – elektrisch-elektronisch. Die Fahrer haben eine Bezahlkarte und geben die der Säule zur Kenntnis. Die weiß, wer anschließend den Strom abzapft und rechnet die Kosten zusammen. Das Zusammenspiel der Daten wird über ein Online-Portal geregelt. Auch das „E-Car-Sharing“, das gemeinsame Nutzen von E-Autos, macht Fortschritte, die beiden Wagen sind stets ausgelastet.


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