Verbindung Hattingen Witten zwei Jahre lang gestört

Bürgerinformationsveranstaltung bei „Hölzer“-Wehr: Anwohner fürchten Stauumfahrer.

Volles Haus, viele der Interessenten, die meisten Anrainer, mussten vor den Türen stehen oder sich an den Seitenwänden anstellen: Im Rahmen der Wittener Gewerbegebietsgespräche hatten Wittener Wirtschaftsförderung und Entwässerung Stadt Witten (ESW) eine weitere Gesprächsrunde „Westerweide“ angeboten zum Thema „Hochwasserschutz am unteren Kamperbach“. Rainer Gerlach (links), Leiter der Abteilung Kanalneubau bei der Stadt Witten, leitete die Bürgerinformationsveranstaltung über die „Gewässerverrohrung“ besagten Baches.

Der Kamperbach in Herbede längs der Wittener Straße in Richtung Blankenstein, Höhe Gewerbegebiet Westerweide, bekommt ein neues Rohr, und zwar ein größeres.

„In der Vergangenheit ist es nach starkem Regen immer wieder zu heftigen Überschwemmungen gekommen“, sagte Rainer Gerlach, Chef der Abteilung Kanalneubau bei der Stadt Witten. Er leitete die Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema „Gewässerverrrohrung Kamperbach“ bei der Feuerwehr, Löscheinheit „Hölzer“, an der Kämpenstraße. Bei diesem Vorhaben arbeitet die Stadt mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, der sich gerne „Straßen.NRW“ nennt, zusammen.
Der Landesbetrieb hat einiges vor in der Stadt. Die Wittener - und Wetterstraße werden umgebaut, die Herbeder Ruhrbrücke abgerissen und neu auf- und die Brücke an der Kreuzung Ruhrdeich umgebaut.
Ein Schwerpunkt der Versammlung waren die „verkehrstechnischen Gegebenheiten während der Umbauphase“. „Wir versuchen, die Ampelphasen möglichst kurz zu halten, damit es keine langen Staus gibt. Deswegen sind die Bauabschnitte in der Wittener Straße in Höhe der Einmündung Westerweide auch möglichst kurz“, sagte Rainer Gerlach zur Beruhigung. Das klappte nicht ganz. Bei den Stichwörtern „Ampelphase“ und „Stau“ ging ein Raunen durchs Publikum. Die Anwohner fürchten sich vor den Stauumfahrern, unter denen sie schon jetzt leiden. Die Sorge konnte ihnen die Veranstaltungsleitung, darunter auch ein Vertreter des Landesamtes, nicht nehmen, Fazit: Polizei anrufen, wenn’s eng wird.
Der Feuerwehrsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, ein Teil der Anwesenden musste sich vor den beiden Eingängen des Saals versammeln und längs der Seitenwände. „Mit dem Andrang hatten wir nicht gerechnet“, bemerkte Rainer Gerlach. Die Ergebnisse der Bürgerinformationsveranstaltung waren übersichtlich: Die Gespräche mit der ausführenden Firma zu den Details der Baustelle laufen zur Zeit, bis Ende März wird der Auftrag vergeben sein;  Baubeginn „Verrohrung“ im Mai, Baudauer ein Jahr. Dann beginnt der Landesbetrieb mit der Erneuerung der L 924, wie die Wittener Straße  zwischen Herbede und Hattingen auch genannt wird. Diese Verbindung wird zwei Jahre gestört (siehe Kasten) sein.


Bilder