Urlaubszeit leider auch Einbruchszeit

Die schönste Zeit des Jahres steht bevor: Urlaub. Tapetenwechsel, endlich mal richtig ausspannen und die Seele baumeln lassen. Wer nicht in Urlaub fährt, sind Einbrecher. Damit sie nicht Ihre wohlverdiente Auszeit ausnutzen und zu Hause Ihre Wohnung ausräumen, können schon ein paar Tipps helfen, sich vor unliebsamen Überraschungen zu schützen...

 

Der Unterschied fällt auf
Egal ob Sie für ein paar Stunden oder mehrere Tage abwesend sind, nichts an Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus sollte auf den ersten Blick darauf schließen lassen, dass niemand zu Hause ist. Vermeiden Sie daher einen überquellenden Briefkasten, am Tage heruntergelassene Rolladen und dunkle Zimmer am Abend.
Den Nachbarn einbinden
Auch die Nachbarn können Ihnen helfen: informieren Sie die Mitmenschen Ihres Vertrauens über Ihre Abwesenheit, damit sie auffällige Personen besser einordnen und ggf. ansprechen können. Bitten Sie einen Nachbarn, den Briefkasten täglich zu leeren - Ihre Tageszeitung sollten Sie für die Dauer des Urlaubs abbestellen. Sofern Sie nicht schon elektrische Rolladenheber nutzen – sind Ihre Nachbarn wohl auch bereit, Ihre Rolladen zu den üblichen Zeiten hoch- oder herunterzulassen. Wenn die Nachbarn in Urlaub fahren, können Sie sich entsprechend revanchieren. Sollte kein hilfsbereiter Nachbar zur Verfügung stehen, wäre die kostenträchtigere Variante, entsprechende Sicherheitsfirmen zu beauftragen, nach dem Rechten zu sehen.
Einfache Technik hilft, Anwesenheit zu simmulieren
Handelsübliche Zeitschaltuhren können helfen, verschiedene Lampen im Haus zu unterschiedlichen Zeiten ein- und ausschalten. Zudem gibt es kleine Geräte zu kaufen, die das Flimmern eines Fernsehers simulieren und somit die Anwesenheit der Bewohner vortäuschen. Eingebaute Sicherheitskameras ermöglichen Ihnen sogar, vom Urlaubsort aus ihr Zuhause im Blick zu behalten. Entlasten Sie nebenbei auch die Umwelt und ziehen dazu den Stecker von Geräten, die nicht betriebsbereit gehalten werden müssen, um Strom zu sparen.
Fenster und Türen verstärken
Geradezu eine willkommene Einladung zu einem jedoch unwillkommenen Besuch stellen auf „Kipp“ gestellte Fenster für Kriminelle dar. Bevorzugt werden auch nicht gut einzusehende Terrassen- und Balkontüren ohne verstärkte Schließbleche und Schlösser innerhalb weniger Sekunden mit einem einfachen Schraubendreher geöffnet. Also heißt der Rat, Fenster bei Abwesenheit immer schließen und Türen und Fenster durch einbruchhemmende Schlösser mit Mehrfachverriegelung und abschließbaren Fenstergriffen verstärken. Für den Einbau sollte der Fachmann ran.
Den Auf- und Einstieg erschweren
Damit Einbrecher möglichst gar nicht erst auf Ihren Balkon gelangen, sollten Sie alle Gartenmöbel und Mülltonnen wegschließen, da diese gerne als Aufstiegshilfe genutzt werden. An Haustüren setzen Langfinger übrigens nur selten ihr Werkzeug an, weil Haustüren meist im Blick der Öffentlichkeit liegen. Zweitschlüssel für den Notfall gehören natürlich nicht unter die Hausmatte oder in den Blumenkasten – diese Verstecke kennen auch Verbrecher.
Bargeld und Schmuck sicher aufbewahren
Einbrecher suchen bevorzugt Bargeld und Dinge, die sich schnell zu Geld machen lassen. Schmuck und Wertsachen gehören daher nicht in die Kommode oder unter die Matratze – Einbrecher kennen auch diese Verstecke. Seien Sie kreativ und finden Sie unauffällige Verstecke in ihrem Haus. Noch besser sind Haustresore, die fest mit dem Boden verbunden werden oder ein Schließfach bei der Bank. Für den Fall der Fälle ist es hilfreich, wenn Sie Ihre Wertsachen vor Ihrer Urlaubsreise auflisten und durch Fotos dokumentieren, damit Sie bei Polizei und Versicherung im Schadensfall einen Nachweis in Händen haben.
Hängen Sie Ihren Urlaub nicht an die große Glocke
Einbrecher, nicht selten bandenmäßig organisiert, sind meist auf der Höhe der Technik. Sie verwenden Recherche-Tools in allen sozialen Netzwerken, um zu erfahren, wer sich wann und wie lange erholt. Bleiben Sie also diskret, verabschieden Sie sich nicht mit „Bis in zwei Wochen“ und veröffentlichen Sie Ihre Urlaubsfotos erst nach Ihrer Rückkehr! Verwenden Sie zudem keine gut sichtbaren Kofferanhänger mit Ihrer Adresse. Ein „Klick“ mit dem Foto-Handy und Ihre Adresse gelangt in falsche Hände und wird Sekundenbruchteile später in die Heimat gesendet.


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