Thema Fusion mit Bochum ist vom Tisch

Herausforderungen: Sparkasse Witten prüft mögliche Alternativen.

Die Sondierungsgespräche der Sparkassen Witten und Bochum sind ohne Ergebnis beendet worden, das Thema Fusion ist vom Tisch. Weitreichende Unterschiede in Führungsphilosophie und Unternehmenskultur waren die Gründe.

Nach rund zweimonatigen intensiven Gesprächen hat die Sparkasse Witten beschlossen, die Sondierungsgespräche für eine mögliche Fusion mit der Sparkasse Bochum nicht fortzusetzen.
Trotz der bestätigten Zielsetzungen des Vorhabens und zahlreicher positiver Sachargumente in wichtigen Punkten konnte mit der Sparkasse Bochum ­keine Einigkeit erreicht werden. Ausschlaggebend sind vor allem Unterschiede in der Unternehmenskultur und in der Führungsphilosophie sowie unterschiedliche Auffassungen über den notwendigen Konkretisierungsgrad der Fusionseckpfeiler.
Umfangreiche strategische Vorteile
Stattdessen soll nun geprüft werden, ob die umfangreichen strategischen Vorteile einer Fusion mit anderen regionalen Partnern erreichbar sind. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Witten hatte die Sparkasse Bochum bereits im Vorfeld der Entscheidung von der Möglichkeit einer Beendigung der Gespräche seitens der Sparkasse Witten unterrichtet. Die Sparkasse Witten wird vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen an alle Sparkassen wie zum Beispiel der anhaltenden Niedrigzinsphase, verschärfter regulatorischer Anforderungen und fortschreitender Digitalisierung den eingeschlagenen, erfolgreichen Weg fortsetzen.
Partizipativer und kollegialer Ansatz
Ulrich Heinemann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Witten: „Wir bedauern, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als die Gespräche zu beenden. Aber das Verständnis unseres Gesprächspartners von der Führung eines fusionierten Hauses entspricht nicht unserem partizipativen und kollegialen Ansatz. Wir befinden uns in einer starken Position, in der wir ohne äußeren Druck über strategische Entscheidungen wie eine Fusion befinden können.“
Thomas Richter, Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse Witten, betont: „Wenn eine Fusion Sinn ergibt, werden wir sie machen – allerdings nicht um den Preis, dafür die erreichte Position, die sehr ­gute Unternehmenskultur und unsere eindeutige ­Zukunftsstärke in Frage zu stellen.“


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