SPD, FDP und WfS: Ihr gemeinsamer Kandidat heißt Hoven

Der Wahlkampf ist eröffnet. In Sprockhövel haben sich SPD, FDP und die Freien Wähler auf  einen gemeinsamen Kandidaten geeinigt. Am 13. September 2020 will der Beigeordnete und Kämmerer Volker Hoven neuer Bürgermeister von Sprockhövel werden.  

Bodo Middeldorf (FDP Sprockhövel), Helga Wieland-Polonyi (WfS), Volker Hoven und Wolfram Junge, Fraktionschef der SPD Sprockhövel.

Im Herbst 2016 entschied sich der Stadtrat in Sprockhövel gegen die Stimmen der CDU für Volker Hoven als neuen Beigeordneten. Im Herbst 2019 entschieden sich die Sprockhöveler Sozialdemokraten gemeinsam mit der FDP Sprockhövel und der WfS – Wir für Sprockhövel (Freie Wähler) für Volker Hoven (46) als gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Im Herbst 2020 könnte das Sprockhöveler Rathaus nach dem parteilosen Amtsinhaber Ulli Winkelmann, der nicht mehr antritt, wieder ein rotes Rathaus werden.
Geschlossen war der Auftritt der Sprockhöveler Sozialdemokraten, die auf Augenhöhe gemeinsam mit ihren parteipolitischen Partnern – den Liberalen und der WfS – Volker Hoven als Kandidat für das Bürgermeisteramt präsentierten. Mit dem Druck auf den roten Buzzer ging auch die Homepage www.volker-hoven.de an den Start. Stadtverbandsvorsitzende Marion Prinz griff als erste zum Mikrofon: „Als Volker Hoven nach Sprockhövel zog, habe ich einen Brief von seiner Großmutter erhalten. Darin hat sie beschrieben, wie eng er mit der SPD verbunden ist. Gemeinsam mit seiner Frau, seinen zwei 13-jährigen Söhnen und seinem Hund ,Keks‘ lebt er seit vielen Jahren in Hiddinghausen. Er ist eine prägende Persönlichkeit in der Stadtverwaltung. Es ist konsequent, dass er für das Amt des Bürgermeisters kandidiert.“
Doch nicht nur die Sprockhöveler Sozialdemokraten stehen hinter dem Betriebswirt und Wirtschaftsjuristen, der in Kürten und Heiligenhaus als Leiter der Gebäudewirtschaft Führungsaufgaben wahrgenommen hat – auch die FDP und die WfS unterstützen ihn. Bodo Middeldorf, liberaler Stadtchef von Sprockhövel macht deutlich: „Die Person an der Stadtspitze muss idealerweise Erfahrung haben in Verwaltung, Politik und Führung. Volker Hoven hat diese Erfahrung in allen drei Bereichen. Deshalb unterstützen wir ihn“.
Die vielbeschworenen roten Socken des Kandidaten pariert Middeldorf mit den launigen Worten, er habe diese noch nicht gesehen und eher den Eindruck, er trage einen roten und einen gelben Socken – jetzt komme noch blau mit der WfS dazu. „Ich weiß: Dieses Bündnis ist für NRW kein normales Bündnis. Aber es zeigt, dass wir selbstbewusst einen Kandidaten unterstützen, mit dem wir liberale Inhalte realisieren können.“ Die bisherige Kooperation der drei Parteien in der politischen Arbeit habe gezeigt, dass man miteinander arbeiten könne. Das sieht auch Helga Wieland-Polonyi, Vorsitzende der WfS, so. Die frühere CDU-Frau verließ 2014 die Christdemokraten und verzichtete damals auch auf ihr Ratsmandat. Bei der Kandidaten-Kür von Volker Hoven erklärt sie: „Wir haben bei Volker Hoven stets ein offenes Ohr und im Rathaus offene Türen gefunden. Wir schätzen und unterstützen ihn.“
Hoven selbst tritt ans Mikrofon. Im Hintergrund laufen bewegte Bilder von ihm im Gespräch mit Menschen. Schwungvoll skizziert er in Aufbruchstimmung den Weg, den er gehen will. Bezahlbarer Wohnraum, neue Kultur- und Freizeitprojekte. Eine Bürgersprechstunde, Stärkung des Ehrenamtes und Einführung eines Ehrenamtspreises. Teamplayer – nicht im ICH denken. Er freut sich über die Unterstützung von SPD, FDP und der WfS und sagt – an die Adresse des Landtagsabgeordneten Bodo Middeldorf (FDP) gerichtet: „Wir denken nicht in politischen Farben. Wir telefonieren miteinander und reden über neue Anforderungen in der Verkehrspolitik. Und während andere über Steinhänge im Freibad diskutieren, sanieren wir das Volleyballfeld.“


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