Sesam-Stiftung hilft der Förderschule in Hiddinghausen

Geld für Arbeitskästen zur schulischen und beruflichen Ausbildung der jungen Menschen.

Seit einigen Jahren unterstützt die Sesam-Stiftung die Förderschule in Hiddinghausen. Das Foto zeigt v.l. sitzend Schulleiterin Johanna Engels, Lehrer sowie Stufen- und Berufswahlkoordinator Martin Störte sowie Willibald Limberg, Vorstand Sesam-Stiftung. Dahinter v.l. Schatzmeister Stephan Trostheim, Evelyn Müller (Vorstand Sesam-Stiftung) und Wolfgang Kallis, stellv. Schulleiter der Förderschule.

Die Sprockhöveler „Sesam-Stiftung für Jugendhilfe“, gegründet 2002, hat es sich zum Ziel gesetzt, die schulische und berufliche Ausbildung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen durch Projekte und (sozial-)pädagogische Maßnahmen zu fördern. Seit vielen Jahren unterstützt die Stiftung auch die Förderschule in Hiddinghausen. Jetzt konnte sich die Schule erneut über 1325 Euro für Arbeitskästen freuen.

Zur Zeit besuchen 142 Schüler die Schule, die 44 Lehrer und 26 Inklusionsassistenten beschäftigt. Aufgrund des Förderschwerpunktes der geistigen Entwicklung ist diese Förderschule (noch) nicht von Schließung betroffen: Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention 2006 besagt das Recht behinderter Kinder auf eine inklusive Beschulung. Das meint den Besuch einer Regelschule und ist seit 2009 in Deutschland verbindlich. Konkrete Umsetzungspläne fehlen aber häufig.
Die Förderschule in Hiddinghausen bietet als Ganztagsschule ab dem ersten Schuljahr neben den Fachbereichen auch entwicklungs- und handlungsorientierte Lernbereiche, Arbeitsgemeinschaften sowie für die Abschluss-Stufe lebensorientierte Bereiche an. Dazu gehört beispielsweise eine Trainingswohnung auf dem Schulgelände für die Entlassklasse, aber auch eine intensive Begleitung beim Übergang in die Arbeitswelt. „Viele unserer Schüler werden in den Werkstätten für Behinderte arbeiten. Für sie ist das eine gute Möglichkeit, den Alltag sinnvoll zu strukturieren, Geld zu verdienen und auch später eine kleine Rente zu erhalten. Einige wenige der Schüler schaffen es in Inklusionsbetriebe“, erklärt Martin Störte, Lehrer sowie Studien- und Berufswahlkoordinator der Schule.
Mit Kaminholzherstellung, Metallschrottentsorgung, einer Arbeitslehre mit Werktechniken können immer wieder Praktika eingeübt werden. „Ausdauer und  Planungsfähgkeit müssen unsere Schüler erlernen. Wenn sie den Prozess einer Arbeit verstehen, die aus Beginn, Durchführung und Ende besteht, dann haben sie viel erreicht.“
Damit dies gelingt, gibt es beispielsweise Arbeitskisten. Schon 2015 hat die Sesam-Stiftung einige von ihnen angeschafft. Darin enthalten sind beispielsweise Schablonen und Trainingsmaterial, welches auf den Schablonen abgebildet ist. Die Schüler können mit dieser Hilfe zum Beispiel Stückzahlen bestimmen oder kleine Werkzeugkisten zusammenstellen.
Jetzt hat die Stiftung erneut Geld zur Verfügung gestellt, um weitere Materialien anzuschaffen. „Jeder Cent, der in die Arbeit und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen gesteckt wird, ist eine gute Investition. Das gilt insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche, denn unsere Gesellschaft schaut zu oft nur auf die Starken“, erklärt Willibald Limberg von der Sesam-Stiftung.
Die sogenannten Stark-Arbeitskästen (Abkürzung für Strukturierte Arbeitskästen) helfen den Schülern, ihren ganz persönichen Weg in ihr Arbeitsleben zu finden.


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