Schweres Geschütz gegen den Widerstand

Vöckenberg: Rat wird den „Regionalplan Ruhr“ wohl durchwinken.

Im Plan des Regionalverband Ruhr (RVR) ist die rund 20 Hektar große Fläche zwischen Pferdebachstraße, A 448 und Stockumer Straße als Gewerbefläche ausgewiesen.

Dem Widerstand des Ver­eins „Stock­um wehrt sich“, und zwar gegen die Pläne, auf dem Gelände „Vöckenberg“ ein Gewerbegebiet einzurichten, treten Parteien, Stadtverwaltung und IHK mit schwerem Geschütz entgegen.
Es deutet sich an, dass in der Ratssitzung am Montag, 4. Februar, die von der Verwaltung ausgearbeitete Stellungnahme zum „Regionalplan Ruhr“ durchgewinkt wird. Im Plan des Regionalverband Ruhr (RVR) ist die rund 20 Hektar große Fläche zwischen Pferdebachstraße, A 448 und Stockumer Straße als Gewerbefläche ausgewiesen. Die Stadtverwaltung will nichts an dem Plan ändern, SPD- und CDU-Fraktion im Rat der Stadt auch nicht. Die Opposition schon: Grüne, Linke und Piraten lehnen das Vorhaben ab.
Die SPD hat das auf einem sogenannten kleinen Parteitag mit großer Mehrheit beschlossen. Ralf Kapschack, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Stadtverbands, hat sogar seine Stimme öffentlich erhoben: Es gebe Gründe dafür, die Tür für neue Gewerbegebiete offenzuhalten.
Nicht anders die CDU. Der Vorsitzende des Stadtverbands spricht von einem schweren Fehler, auch für kommende Generationen.
Auch die „IHK Mittleres Ruhrgebiet“ läutet die Alarmglocken. „Sowohl die Bürger, die vor Ort für den Erhalt dieses Grünbereichs kämpfen, als auch die Fraktionen im Rat der Stadt müssen aus unserer Sicht bedenken, dass ein so attraktives, verkehrlich optimal angebundenes Gewerbegebiet zusätzliche Arbeitsplätze und dringend benötigte Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt Witten bedeutet“, sagt Stefan Postert, zuständiger Kompetenzfeldmanager der IHK.
Die zum gegenwärtigen Zeitpunkt geplante Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen im neuen „Regionalplan Ruhr“ seien sogar für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Witten nicht ausreichend.

 


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