Schweizer Käse unter dem Herbeder Kreisel?

Keine fünf Jahre ist der Kreisverkehr an der Vormholzer Straße in Herbede alt und dennoch droht überraschend Ungemach durch vermutete Bergschäden.

Eine Prüfung des Untergrundes vor Baubeginn des Kreisels hatte damals keinerlei Anlass zur Sorge gegeben. Ein nachfolgendes Gutachten im Rahmen des Bebauungsplans Gerberstraße kam jedoch zu ganz anderen Ergebnissen: die Altlasten des Bergbaus ließen grüßen.


Alte Bergbaukarten zu ungenau
Die Stadt blieb am Ball und bestellte ein weiteres Gutachten. Dies läutete im November 2016 die Alarmglocke. Da die alten Bergbaukarten nicht genau genug angeben, wo sich die Positionen von bis zu vier Schächten und zwei Brunnen befinden, sollen ab November 2018 Probebohrungen weiteren Aufschluss ergeben.  
120 Probebohrungen über zwei Kilometer Bohrstrecke
Auf einer Straßenlänge von rund 100 Metern vom Kreisel Richtung Meesmann- und Vormholzer Straße wird sich der Bohrer 120 Mal jeweils elf bis fünfzehn Meter in die Tiefe vorarbeiten. Werden auch Hohlräume entdeckt, sollen diese verfüllt werden, sobald der Stollenverlauf geklärt ist.


Der Verkehr kann fließen
Glück im Unglück für die staugeplagten Autofahrer in Witten: alle Bohrungen werden vom Bürgersteig aus durchgeführt und sollen spätestens bis zum Januar 2019 abgeschlossen sein. Lediglich die Rechtsabbiegespur in Richtung Vormholz macht einen kleinen Schlenker durch den Kreisel erforderlich.


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