Rotes Licht als Zeichen der Verbundenheit

„Night of light“ heißt die Aktion unter welcher das Bergerdenkmal in rotes Licht getaucht wurde.

Die Aktion möchte auf die kritische Lage der Veranstaltungsbranche aufmerksam machen. Über 6500 Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations in ganz Deutschland haben deshalb in der Nacht zum 23.6.2020 ihre Gebäude oder stellvertretend Bauwerke ihrer Region in rotem Licht erstrahlen lassen. Viele Unternehmen sind durch die Pandemie in ihrer Existenz bedroht und stehen vor der Insolvenz. Deshalb soll durch die Aktion „Night of light“ der Dialog mit der Politik gesucht werden. „Wir fühlen uns mit den Menschen in unserer Stadt und der gesamten Branche verbunden und möchten daher gerne ein weit sichtbares Zeichen setzen. Verbundenheit haben wir auch mit dem beleuchteten Bergerdenkmal. Es ist nicht nur ein Symbol für die Stadt Witten sondern liegt auch nur wenige Meter von unserem Winterevent ‚Wittener Rodelwochen‘ am Hohenstein entfernt“, so erläutert Christian Werner, Firmeninhaber von SNL-Event aus Witten. Deswegen hat sich die Wittener Firma dem Aufruf einer Essener Eventfirma, welche die Aktion ins Leben gerufen hat, angeschlossen.
Die rote Illumination ist als „ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft“ zu verstehen, so die Initiatoren. Jegliche Arten von Großveranstaltungen sind seit dem 10.3.2020 durch die Corona-Pandemie untersagt. Kleinere Events sind zwar teilweise möglich, aber nur unter umfangreichen oft kaum umsetzbaren Auflagen, heißt es. Dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zur Zeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar und Umsatzausfälle von bis zu 100 % zu verbuchen sind. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden.
„Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!“ Deshalb sei der Branchendialog mit der Politik so wichtig. Es muss über den Erhalt von hunderttausend Arbeitsplätzen und die Rettung aus massiven Insolvenzwellen gesprochen werden. Durch die „Night of light“ wurde die Öffentlichkeit und somit auch hoffentlich die Politik auf die besonders hart getroffene Branche aufmerksam gemacht.
Allein das Bergerdenkmal hat es schon einmal in Witten geschafft, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Viele Besucher haben einen Blick oder ein Foto vom außergewöhnlichen Farbspiel erhascht.


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