Rosenmontag: Diesmal kommt der Zug ... hoffentlich

Nach der wetterbedingten und kurzfristigen Absage 2019 hoffen alle auf den 24. Februar.

Anja Schulte ist als „Holti“ seit vielen Jahren das Maskottchen.

2019 bleibt den Holthauser Karnevalisten nicht in guter Erinnerung. Nur eine Stunde vor Zugbeginn wurde der lang geplante fröhliche Umzug durch Holthausen abgesagt. Wer genau die Reißleine zog, ist bis heute nicht ganz klar. Sicher ist nur: es gab eine Unwetterwarnung, allerdings schon seit dem Sonntagabend. Und die machte den Aufbau des DRK-Zeltes wie geplant nicht möglich.
Doch während am Montag die für den Karnevalszug Verantwortlichen noch nach Alternativen suchten, um den Umzug zu retten, zogen offizielle Stellen irgendwie und irgendwo den Stecker. Ehrenamtliches Engagement war damit umsonst. Der Frohsinn war dahin. Geblieben sind allerdings die Kosten. Zugsprecher Thomas Behling bilanziert klar: „Ohne unsere treuen Sponsoren hätten wir das Desaster nicht überlebt.“ Die Zuschauer, die aufgrund der sehr kurzfristigen Absage in großer Zahl schon am Straßenrand standen, machten sich auf zu benachbarten Umzügen – und fanden dort auch Möglichkeiten.

Keiner abgesprungen
„Kein Sponsor ist uns für dieses Jahr abgesprungen“, sagt Behling und macht keinen Hehl daraus, wie froh er darüber ist. „Wir wollen ja weitermachen, weil wir Spaß daran haben. Wir haben nach der kurzfristigen Absage im letzten Jahr viele Gespräche geführt, auch mit der Stadt Hattingen. Und mit dem DRK. Es sieht jetzt so aus, dass es dieses Zelt nicht mehr geben wird. An dieser Stelle wird ein zusätzlicher Krankenwagen stehen. Die weitere Versorgung findet dann im Gemeindezentrum statt. Für uns bedeutet das höhere Kosten, denn das DRK wird mit mehr Personal vor Ort sein müssen und wir brauchen auch mehr Security. Wir haben versucht, aus den Erfahrungen heraus mögliche Probleme zu lösen und wir denken, das ist jetzt erstmal gelungen. Aber natürlich bleibt das Wetterrisiko grundsätzlich immer bestehen – was Sturm oder starken Schneefall angeht.“

Kein Prinzenwagen
Einen Prinzenwagen wird es dieses Jahr beim Rosenmontagszug nicht geben – es gibt ja kein Stadtprinzenpaar. Auch die Lebenshilfe stellt in dieser Session kein eigenes Prinzenpaar. Mit Lenni und Nele ist das Kinderprinzenpaar vor Ort und natürlich Anja Schulte als „Holti“, das klassische Maskottchen. Ohne Tollitäten unterwegs zu sein, findet Thomas Behling nicht so schlimm. „Wir bekommen als Aktivenkreis trotzdem viele Einladungen und vertreten den Hattinger Karneval nach außen. Dank Holti und dem Kinderprinzenpaar klappt das gut. Aber wir werden in der kommenden Session mit großer Wahrscheinlichkeit wieder ein Stadtprinzenpaar haben.“
Was Behling für den 24. Februar, den Rosenmontag, erstmal stärker umtreibt: „Ich hoffe, die Besucher des Rosenmontagszuges halten uns ebenso die Treue wie unsere Sponsoren. Wenn sich der Zug um 15.11 Uhr in Bewegung setzt, stehen hoffentlich wieder viele tausend Menschen am Straßenrand in bunten Kostümen und freuen sich auf einen schönen Umzug. 16 Anmeldungen lagen nach dem ersten Treffen vom Aktivenkreis bereits vor.
In der Regel haben wir 20 bis 22 Zusagen für Wagen und Fußgruppen – ich denke, die werden wir auch wieder bekommen.“ Zumindest Fußgruppen können sich bis wenige Tage vor dem Start noch anmelden. Alle anderen sollten genau jetzt zum Telefonhörer greifen, wenn sie diese Zeilen lesen.


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