Romantisches Konzert mit Rhein-Ruhr Philharmonie

„Volksbank.klassisch“ im LWL-Industriemuseum Henrichshütte: Es dirigiert Thomas Schlerka.

Thomas Schlerka, der Dirigent, und die Rhein-Ruhr Philharmonie.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Volksbank Sprockhövel sowie die Rhein-Ruhr Philharmonie veranstalten am Samstag, 17. November, 20 Uhr, das Herbstkonzert „Volksbank.klassisch“ unter dem Dirigat von Thomas Schlerka.
Der von der Rhein-Ruhr Philharmonie gestaltete Abend im LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen an der Werksstraße 31 bis 33 steht ganz im Zeichen der Romantik. Musikalisch kann diese das 19. Jahrhundert prägende Phase als Emanzipation von der „Wiener Klassik“ verstanden werden. Diese Dynamik schuf Raum für teils völlig Neues. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. „Der Heimat verbunden, doch offen für die Welt“ steht laut Johannes Kunze von der Rhein-Ruhr Philharmonie als Motto über dem Konzert.
Das 19. Jahrhundert gilt als die Zeit der Nationalstaaten in Europa. Die Besinnung auf die eigenen ethnischen Wurzeln hat große Künstler allerdings nicht abgehalten, ihre vom Heimatgefühl inspirierten Werke auch mit künstlerischen Mitteln auszuformen, welche sie von jenseits der nationalen und kulturellen Grenzen holten. Insbesondere in den osteuropäischen Ländern ist seit dem 1. Drittel des 19. Jahrhunderts das Interesse an den künstlerischen Leistungen westlicher Länder zu erkennen, vorzugsweise Deutschlands und Frankreichs, andererseits auch ein verstärktes Bemühen um die eigene kulturelle Identität. Das gilt für das Werk von Michail Iwanowitsch Glinka (1804-1857). Zu Beginn des 19. Jahrhundert war die russische Musik bis hinein in das Volkslied „europäisiert“. Glinka hat sich aber sein musikalisches Rüstzeug in Italien, Deutschland und Frankreich erworben, entdeckte verschüttete russische Idiome und schuf daraus eine eigenständige klassische Musik Russlands.
Die Oper „Ruslan und Ludmilla“, deren rasant-schmissige Ouvertüre auf dem Programm steht, wurde erstmals 1842 im Bolschoi-Theater in Sankt Petersburg aufgeführt und erinnert an Arbeiten von Carl Maria von Weber, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Hector Berlioz. Sie hat sich bis heute im Konzertsaal-Repertoire gehalten. Carl Heinrich Carsten Reinecke (1824-1910) ist – zu Unrecht – etwas in Vergessenheit geraten. Er gilt als eher konservativer, recht später Vertreter der Romantik. Als langjähriger Chefdirigent des Gewandhausorchesters Leipzig war er hochgeachtet. Musiker wie Max Bruch, Edvard Grieg, Leos Janacek, Frederick Delius und Isaac Albeniz haben bei ihm das kompositorische Handwerk gelernt. Stilistisch orientierte sich Reinecke vorwiegend an Mendelssohn, Schumann und Brahms.
Das Konzert am 17. November ist leider schon ausverkauft, freuen Sie sich daher auf den nächsten Termin am 6. April 2019.


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