Regierung sorgt sich um Mythen und Falschmeldungen

Corona-Warn-App: Erprobung dauert an mit Millionen von Handynutzern als Testpersonen...

Sie bestimmt nicht nur die Schlagzeilen in den Medien, sondern ist mittlerweile auf Millionen von Handys installiert: die „Corona-Warn-App“.

Sie führt ihren Zweck im Namen. Ist sie das moderne Mittel der Wahl gegen die Ausbreitung der gefährlichen Covid-19-Krankheit, gegen die Ansteckung mit „Coronavirus disease 2019“, der
„Coronavirus-Krankheit-2019“, wie die englische Abkürzung auf Deutsch übersetzt heißt. Handfeste Beweise stehen allerdings noch aus, die Erprobungszeit dauert noch an mit Millionen von Handynutzern als Testpersonen.
Vorläufige Ergebnisse sind eher ernüchternd, ob ein Computerprogramm die Ausbreitung eines Virus bremsen kann, ist noch fraglich.
Gesichert sind die vielen Bedenken gegen einen Gebrauch dieser staatlichen Schutzsoftware für Computerhandgeräte, die auch telefonieren können, ein Antivirenprogramm im wahrsten Wortsinn.
Sicher belegt mit harten (Rechnungs-) Zahlen ist auch dies: Mit 20 Millionen Euro ist sie um ein Vielfaches teurer als die vergleichbaren Apps in unseren europäischen Nachbarländern.
In einigen haben sich Programmierer zusammengefunden, die einen solchen Virenalarm gar kostenlos programmiert haben.
Soviel Gemeinsinn war bei uns nicht zu finden, oder wurde erst gar nicht gesucht. Die Tele­kom, hauptächlicher Hersteller der „Corona-Warn-App“, hat sich schlicht 20 Millionen Euro an Steuergelder für ihre Mühen
gesichert. Darauf geht das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung nicht vorrangig ein; es sorgt sich vielmehr um „Mythen und Falschmeldungen“ rund ums leidige Thema, wie auf der Internetseite „Bundesregierung.de“ zu lesen ist.
Da heißt es zum Beispiel: „Zur freiwilligen Corona-Warn-App werden einige Falschinformationen verbreitet, die zu Unsicherheiten führen. Wir beantworten Ihnen häufige Fragen zum Thema.“ Das tut unsere Regierung auch und klärt in einem gespielten Frage-Antwort-Dialog auf.
Wird man zur Nutzung der App gezwungen?
Nein. Die Corona-Warn-App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung der App sind vollkommen freiwillig. Sie ist kostenlos im  „App Store“ und bei „Google Play“ zum Download erhältlich.
Kann die Corona-Warn-App auf Daten zugreifen?
Die App soll Nachvollziehbarkeit der Virus-Verbreitung und Bevölkerungsschutz mit Datenschutz vereinen. Hat sich jemand freiwillig die App heruntergeladen, wird er über das Smartphone benachrichtigt, wenn sich ein Corona-Infizierter in seinem Umfeld aufgehalten hat.
Die App basiert auf der sparsamen Erfassung dezentral gespeicherter und verschlüsselter Daten. Die Maßnahme steht voll und ganz im Einklang mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung und den Rechtsvorschriften zum Schutz der Privatsphäre in der elektronischen Kommunikation.
Können die gespeicherten Daten für andere Zwecke verwendet werden?
Nein. Die übertragenen Daten werden ausschließlich zum Zweck der Nachvollziehbarkeit der Virus-Verbreitung dezentral, pseudonymisiert und temporär gespeichert. Damit ist eine personengebundene Nachverfolgung ausgeschlossen. Hinzu kommt: Missbrauch oder unberechtigter Zugriff auf die App werden strafrechtlich verfolgt. Behörden inklusive Strafverfolgungsbehörden haben keinen Zugriff auf die App.
Welche Daten werden gespeichert?
Die App hat bereits eingebaute Maßnahmen zur Sicherung der Privatsphäre. Das umfasst die Verschlüsselung aller Daten auf dem Telefon der Nutzer der App. Es erfolgt kein Versand und keine Speicherung von personenbezogenen Daten oder ortsbezogenen Daten. Die Daten werden nur für die benötigte Dauer der möglichen Inkubationszeit lokal auf dem Handy der Nutzer und den Handys der ihnen begegnenden Nutzer gespeichert.

Wer sich mit dem Virus infiziert und dies durch die App meldet, erfährt nicht, welche seiner Kontakte informiert werden. Und auch der Infizierte selbst bleibt anonym: Seine Daten werden nicht an die Kontaktpersonen weitergegeben. Mehr Informationen zur Funktionsweise der geplanten Corona-Warn-App finden Sie unter
https://www.coronawarn.app/de


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