Ökoprofit 2019: kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Unternehmen unter die Lupe genommen – Ziel ist, Einsparungsmöglichkeiten umzusetzen.

Für Landrat Olaf Schade (unten, Mitte) ist Ökoprofit im Ennepe-Ruhr-Kreis nach vier Durchgängen und mit inzwischen 53 zertifizierten Betrieben eine Erfolgsgeschichte: „Seit 2013 nutzen Unternehmen aus allen Städten dieses Angebot. Wenn es darum ging, der Umwelt Kohlendioxid und Abfall zu ersparen, weniger Strom und Wasser zu verbrauchen und damit am Ende auch noch Kosten zu senken, waren die jeweiligen Teilnehmer ebenso kreativ wie effektiv. Vielfach ist auch klargeworden, wie viel man bereits mit vielen Kleinigkeiten erreichen kann.“

Kleine Maßnahmen, große Wirkung: Zehn Unternehmen haben ihre Produktions- und Wirkungsstätten unter die Lupe genommen und viele Einsparungsmöglichkeiten zugunsten der Umwelt entdeckt. Ziel des Projekts ÖKOPROFIT der Energie-Effizienz-Region Ennepe-Ruhr-Kreis ist es, diese Einsparungsmöglichkeiten im Betrieb zu identifizieren und umzusetzen. Zehn Unternehmen haben im vergangenen Jahr ihre Betriebe genau angeschaut und viele Möglichkeiten entdeckt, Energie – und schlussendlich auch bares Geld – zu sparen.


Zehn Teilnehmer aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis
Folgende Unternehmen haben an der vierten Runde ÖKOPROFIT teilgenommen: Avola Maschinenfabrik A. Volkenborn GmbH & Co.KG, die AZ Ausrüstung und Zubehör GmbH & Co. KG beide aus Hattingen, das Werk von Ervin Germany GmbH in Sprockhövel, das Hallenbad Herbede sowie das Freibad Annen, ebenfalls aus Witten sind das Christopherus Haus e.V. und die Firma Filter System Technik. Püschel Elek­trotechnik GmbH aus Wetter, die Ennepetaler Sander GmbH, die TS Gesellschaft für Transport- und Sicherungssysteme mbH aus Gevelsberg sowie Otto Vollmann GmbH & Co. KG (Gevelsberg) der Vollmann Group.


Effizienter mit kleinen Veränderungen
ÖKOPROFIT bezieht die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen ein. Dadurch kommt die Analyse zum einen näher an die täglichen Prozesse vor Ort heran und stärkt zum anderen damit deren Engagement für den eigenen Betrieb. Durch effizientere Produktionsverfahren können Wasser- und Energieverbrauch, die eingesetzten Ressourcen und auch der Abfall reduziert werden.
Für Uwe Träris, Vorstand der AVU, ist das ein wichtiger Schritt: „Das Thema Energiewende ist absolut up to date und ich bin sehr froh, dass die AVU mit der EER und ÖKOPROFIT schon so früh die Zeichen der Zeit erkannt hat. In der Praxis heißt das, dass wir seit 2011 gemeinsam mit unserem Beteiligungsunternehmen – der AHE - die Unternehmen in der Region aktiv bei den Themen Abfallwirtschaft, Energieeffizienz und dem Einsatz von Erneuerbarer Energie unterstützen.“
Zu den teilnehmenden Unternehmen:
Avola Maschinenfabrik A. Volkenborn GmbH & Co.KG; HAT
Das Familienunternehmen wird heute in der fünften Generation geführt und ist in Deutschland Marktführer im Bereich Baukreissägen. Im Rahmen von ÖKOPROFIT konnte es bereits insbesondere im Bereich der Entsorgung, durch Abfallmanagement und Lagermaßnahmen sparen.


Filter System Technik
Das Spezialunternehmen für Filterreinigung sowie Strahltechniken aus Witten hat schon zum zweiten Mal bei ÖKOPROFIT teilgenommen. Auch dabei sind viele weitere Einsparmöglichkeiten entdeckt worden, beispielsweise durch Regenwassernutzung, Wärmerückgewinnung und LED-Arbeitslampen.


Ervin Germany GmbH, Sprockhövel
In den USA gegründet stellt das Unternehmen Edelstahlstrahlmittel für den Weltmarkt her. Das Werk in Sprockhövel wurde 2008 eröffnet und wächst seitdem stetig. Hier wurde unter anderem das Prozess- und Kühlwassersystem für Einsparungen umgebaut, die Hallenbeleuchtung durch LEDs ausgetauscht und die Wiederverwendung von Verpackungsmaterialien angeregt.

 


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