Null-Euro-Schein für Sanierung der Zwiebelturmkirche

Limitierte Auflage von 5000 Stück - Verkauf startet auf dem Stadtfest am Kirchenstand.

Alexander Karsten (Fundraising) und Pfarrer Arne Stolorz aus der Evangelischen Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel freuen sich über die gelungene Umsetzung der Idee mit den Null-Euro-Scheinen. Grafiker Udo Schrenk hat ganze Arbeit geleistet.

Die Zwiebelturmkirche ist das Wahrzeichen der Stadt Sprockhövel und muss dringend saniert werden. IMAGE hat bereits über das umfangreiche Bauprojekt berichtet. Insgesamt über 1,5 Millionen Euro werden für die Sanierung veranschlagt. Eine große Sumnme, die die Kirchengemeinde nicht alleine stemmen kann.

„Der erste Bauabschnitt umfasst die Sanierung des Daches von Kirchturm, Kirchenschiff und Dachstuhl. Die Kosten liegen bei kalkulierten 700.000 Euro“, erklärt Pfarrer Arne Stolorz. „Wir befinden uns in der Phase der Baugenehmigungen für die denkmalgeschützte Kirche. Die Finanzierung ist eine Mischung aus Eigenmitteln (Rücklagen), Spenden und Stiftungsgeldern. Die nächsten Bauabschnitte werden dann nach diesem ersten Schritt folgen. Das wäre die Innensanierung und die Außenfassade - hier muss aber die Finanzierung noch gesichert werden.“
„Neben den Eigenmitteln gibt es noch den Härtefonds des Kirchenkreises. Dann haben wir Gelder bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sowie bei der Kirchlichen Stiftung KIBA beantragt. Außerdem haben wir beim Landeskirchenamt beantragt, den Verkaufserlös des Pfarrhauses Wuppertaler Straße 123 zur Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen unserer Kirche zu verwenden. Und wir hoffen natürlich auf Spenden. 80.000 Euro liegen bereits vor und bei den Stiftungsgeldern haben wir auch eine Zusage von bisher 50.000 Euro.“ Das reicht aber noch lange nicht. Deshalb müssen pfiffige Ideen her, um weitere Gelder zu generieren.
Eine der Ideen ist der Verkauf eines Null-Euro-Scheines zugunsten der Kirchensanierung. Diese Scheine haben keinen Notenwert, sind aber wertvolle Sammlerstücke. In Berlin kann er als Brandenburger-Tor-Variante aus Automaten gezogen werden, am Eiffelturm ebenso. Sein Wert schwankt: in Sammlerkreisen ist der Höchstdotierte ein Schein des MSV Duisburg, der für mehr als 400 Euro gehandelt wird. Und auch die Wuppertaler Schwebebahn, Schloss Burg an der Wupper, Burg Altena, der Kölner Dom und viele weitere Institutionen in Deutschland und Österreich haben den Null-Euro-Schein bereits mit einem eigenen Stempel versehen. Im April gab es auch den ersten Hattinger Schein – natürlich mit dem Bügeleisenhaus als Motiv und mittlerweile komplett ausverkauft.
Zum Stadtfest kann man nun auch den limitierten Sprockhöveler Null-Euro-Schein (Auflage 5000 Stück, keinen Nachdruck) bekommen, herausgegeben von der Ev. Kirchengemeinde Bredenscheid-Sprockhövel.
Der Verkauf der Scheine für drei Euro startet nach dem Eröffnungsgottesdienst des Sprockhöveler Stadtfestes gegen 18  Uhr am Kirchenstand. Der Erlös kommt in voller Höhe der Kirchensanierung zugute. Werden alle Scheine verkauft, so kommt eine fast fünfstellige Summe zusammen.
Nach dem Stadtfest kann man den Schein unter anderem im Gemeindebüro am Perthes-Ring und im Buchladen von Helga Schulz bekommen.
Der Null-Euro-Schein ist genauso groß wie der 20-Euro-Schein und ist mit allen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet:  Hologramme, Fluoreszenz, Blindenschrift, Wasserzeichen, Kupferstreifen, Durchsichtregister und individueller Seriennummer findet man auch bei diesem Sammlerobjekt, das jedoch keinen Geldwert hat. Dennoch wird die Banknote sogar von der Europäischen Zentralbank (EZB) offiziell anerkannt, wird von der eigens lizenzierten Gelddruckerei Oberthur Technologies (Chantepie, Frankreich) hergestellt und ist bei Sammlern besonders begehrt. Die haben schon telefonisch nachgefragt und warten auf die offizielle Verkaufsfreigabe. Übrigens: Die Hattinger Variante war in „null komma nix“ ausverkauft.


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