Nicht mit Gutscheinen zufriedengeben

Verbraucher haben einen Anspruch auf vollständige Rückzahlung.

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Von Neuseeland bis Polen, von den USA bis Israel: Rund um den Globus haben Staaten ihre Grenzen geschlossen. Das gilt auch für Deutschland. Außerdem hat das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung wegen des Coronavirus ausgesprochen. Die Einschränkungen werden noch eine Weile anhalten, selbst von Reisen innerhalb Deutschlands rät das Bundesgesundheitsministerium ab. „Kurz bevorstehende Pauschalreisen ins Ausland können jetzt kostenlos storniert werden“, erklärt Susanne Herweg vom „Deutschen LandFrauenverband“.


Nach April 2020
Verbraucher haben außerdem einen Anspruch auf vollständige Rückzahlung des Reisepreises und müssen sich nach aktueller Rechtslage nicht mit Gutscheinen oder der Möglichkeit einer Umbuchung zufriedengeben. Ob das auch für Reisen gilt, die nach April 2020 geplant sind, ist derzeit noch unklar. Hier besteht bei einer frühen eigenen Absage die Gefahr, dass die vertraglich vereinbarten Stornierungskosten gezahlt werden müssen. Wer allerdings abwartet, geht das Risiko ein, dass die Reisewarnung aufgehoben wird und sich die Stornoentgelte erhöhen. Besonders bei teuren Reisen ist es daher empfehlenswert, sich bei der Entscheidung unterstützen und von unabhängigen Experten beraten zu lassen. Ansprechpartner gibt es beispielsweise bei den Verbraucherzentralen, die über die Chancen sowie Risiken informieren und gemeinsam mit dem Konsumenten die individuell beste Lösung finden.


„LandFrauenGuides“
Wer weitergehende Informationen braucht, kann sich auch an eine der deutschlandweit „25 LandFrauenGuides“ wenden. Sie sind speziell geschult und unterstützen bei Bedarf oder stellen den Kontakt zu hilfreichen Stellen und Institutionen her. Informationen auch unter der Adresse www.landfrauenguides.info.


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