Mongolei in Sprockhövel

Aus der Veranstaltungsreihe: Farben meiner Heimat...

Sarah Biet Sayah kommt ursprünglich aus dem Iran und flüchtete 2006. Mit der Veranstaltungsreihe möchte die Flüchtlingshilfe die vielen Länder mit ihren Bewohnern ins Licht der Öffentlichkeit rücken und die Menschen, die eine neue Heimat finden müssen.

Sie weiß, wovon sie spricht – denn ein Flüchtlingsschicksal hat sie selbst erleben müssen: Sarah Biet Sayah arbeitet bei der Stadt Sprockhövel in der Flüchtlingshilfe gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Bergediek.
Sie präsentieren seit 2017 eine Veranstaltungsreihe über verschiedene Länder, aus denen Menschen kommen, um in Deutschland, im Ennepe-Ruhr-Kreis, in Sprockhövel eine neue Heimat zu finden. Am Freitag, 31. Januar, 17.30 Uhr, im Vorraum der Sporthalle in Haßlinghausen, Geschwister-Scholl-Straße 12, geht es um die Mongolei.
Menschen aus den Ländern Afghanistan, Eritrea, Iran und Ghana haben sich bereits in der Veranstaltungsreihe „Farben meiner Heimat“ präsentiert. Und diese Veranstaltungen sind weit mehr als trockene Vorträge mit ein paar Fotos. Sie sind bunt und lebendig und so verschieden wie die Menschen und ihre Schicksale.


Essen aus dem jeweiligen Land
„Wir haben immer Musik dabei, oft wird getanzt. Und es gibt Essen aus dem jeweiligen Land, denn wir möchten den Sprockhövelern die Kultur der neuen Mitbewohner zeigen“, erklärt Sarah Biet Sayah die Idee zu der Veranstaltungsreihe.
Das kommt gut an. So erschienen zum Thema Afghanistan rund 150 Besucher. Die Flüchtlinge oder Menschen mit Migrationshintergrund aus den verschiedenen Ländern leben natürlich nicht alle in der Stadt Sprockhövel, sondern im ganzen Ennepe-Ruhr-Kreis. Manche der Besucher kommen aus dem Heimatland, welches gerade vorgestellt wird, leben aber heute außerhalb des EN-Kreises. Denn auch das ist den Veranstaltern wichtig: Kontakte untereinander knüpfen und ein Netzwerk aufbauen.
Zum Auftakt 2020 geht es um die Mongolei. Traditionelle Musik von der Gruppe „Sedaa“ wird gespielt. Dann gibt es einen Lichtbildervortrag zum Thema Mongolei, gefolgt von einem gemeinsamen Essen mit den Köstlichkeiten des Landes.


Schule „Soyol“ aus Düsseldorf
Sehenswert dürfte der Kindertanz der mongolischen Schule „Soyol“ aus Düsseldorf sein, die extra nach Sprockhövel kommen. Freuen darf man sich auch auf ein Spiel mit Knöcheln. Ein für die Mongolei ganz typisches Spiel heißt Shagai. Ausgesprochen wird es übrigens „Schachai“. Das Spiel wird nicht mit Würfeln gespielt, sondern eben mit Knochen eines Tieres, oft von einem Schaf. Zum Anschauen wird es eine Kinderjurte geben und schließlich rundet eine Trachtenshow das bunte Kennenlernen ab. Ende der Veranstaltung gegen 22 Uhr.


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