Kasse zahlt für behindertengerechten Umbau 4000 Euro

Förderung von Sanierungen einfach – Der Bedarf an barrierefreien Wohnungen nimmt zu.

Eigentümer von Altbauten können umfangreiche Fördergelder bekommen: Braucht das Haus neue Fenster? Oder eine neue Heizung? Steht eine Komplettsanierung an? Oder ein barrierefreier altersgerechter Umbau? Dann kann man die Gelegenheit nutzen und sein Haus zu einem wesentlich attraktiveren Wohngebäude machen, wobei man auch noch Nebenkosten sparen kann.
Die Förderung von Sanierungsmaßnahmen ist so einfach wie noch nie, „Bafa“ und „KfW“ helfen. Ob Umbauten zum altersgerechten Wohnen, Einbruchschutz oder Sanierung für bessere Energieeffizienz: Häufig gibt der Staat bei der Modernisierung einer Immobilie was dazu. ­Eine Modernisierung ist teuer. Die Fassade eines Hauses zu dämmen oder das Bad einer Eigentumswohnung für Rollstuhlfahrer herzurichten, kostet viel.
Bedarf nimmt zu
Und der Bedarf an barrierefreien Wohnungen, besonders auch an barrierefreien Duschbereichen, nimmt stetig zu. Die kaufkräftige Generation 50 plus steht immer mehr im Fokus bei der Wohnungsbauplanung oder auch im Renovierungsbereich.
Aber auch in jüngeren Jahren wird beispielsweise beim privaten Eigenheim bereits vorausschauend geplant. Die bodeneben begehbaren Duschlösungen liegen absolut im Trend, sehen gut aus und bieten größtmöglichen Komfort für alle Generationen. Barrierefreie Duschen sind nicht wirklich eine Frage des Alters, sondern vielmehr auch eine Frage der Ästhetik und des Designs im Badezimmer. Duschkabinen sollen Menschen aller Altersgruppen größtmöglichen Komfort bieten. Durch die Kombination mit dem barrierefreien Duschplatz entsteht ein bodeneben begehbarer Duschbereich, der sich für Menschen aller Altersklassen eignet und ohne Einschränkungen und Hindernisse benutzbar ist. Und die Förderungen können sich sehenlassen. Dank der Reform des Pflegegesetzes kann der Zuschuss bis zu 4 000 Euro betragen. Die darauf spezialisierten Fachbetriebe beraten gern. Der größte staatliche Förderer bundesweit ist die „KfW“-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Sie hat umfangreiche Finanzierungsangebote – nicht nur für Besitzer von Wohnungen und Häusern, sondern auch für Bauherren. Dabei handelt es sich sowohl um niedrig verzinste Kredite als auch um Investitionszuschüsse. Ein Beispiel ist das Programm „Energieeffizient sanieren“ (https:// www.kfw.de/kfw.de.html – „Privatpersonen“ anklicken). Dort werden Dämmung von Fassaden, der Einbau von Fenstern oder einer modernen Heizung gefördert.
Eigentümer, die ihr Haus komplett sanieren, können hier mit bis zu 100 000 Euro Kredit pro Wohneinheit rechnen. Bei Einzelmaßnahmen gibt es bis zu 50 000 Euro. Eine Wohneinheit bedeutet dabei eine abgeschlossene Wohnung. Ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, die einen eigenen Eingang hat, gilt als zwei Wohneinheiten. Die „KfW“ fördert auch Umbauten zum alters- beziehungsweise behindertengerechten Wohnen.
Treppenlift und Dusche
Darunter fallen Zufahrten, Treppenlifte oder auch ­eine neue Dusche im Bad. Auch junge Familien können altersgerecht umbauen. Im Programm sind Maßnahmen zum Einbruchschutz enthalten wie die Absicherung von Haustüren oder Rollläden. Während „Bafa“ (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) ausschließlich Bargeldauszahlung leistet, bekommt man von „KfW“ in erster Linie günstige Kredite. Aber auch Geldleistungen in Form von Zuschüssen oder Tilgungsverzicht sind bei der KfW möglich, sofern man die Investitionssumme selbst aufbringt. Weiterhin ist eine Kombination von „Bafa“-Förderung und „KfW“-Ergänzungskredit möglich. Bei der Bafa stellt man den Antrag auf Förderung erst, wenn die Biomassen-Heizung oder die Solarthermie in Betrieb ist - spätestens nach neun Monaten. Bei der „KfW“ muss der Antrag vor Baubeginn eingereicht werden, ein nachträglicher Förderantrag wird nicht angenommen.
Eine Förderung dort erhalten allerdings nur Wohngebäude, für die vor dem 1. Februar der Bauantrag gestellt oder Bauanzeige eingereicht wurde. Wer diese Förderung nutzen will, muss aber die von der „KfW“ definierten Standards einhalten. Außerdem muss ein von der „KfW“ zugelassener Sachverständiger die Arbeiten begleiten. Die Liste der Experten findet sich auf der Website der Energieeffizienz-Experten. Der Sachverständige kostet Geld. Die Hälfte dieser Kosten könnten sich Immobilienbesitzer von der „KfW“ bezuschussen lassen.


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