Hüa, los geht’s: Umbau der Pferdebachstraße. Erster Abschnitt: Ardeystraße bis Schlachthofstraße

Ideen einer Sanierung der Pferdebachstraße gibt es in Witten schon seit gefühlten Ewigkeiten. 2012 hat die Stadt Witten entschieden, die Pferdebachstraße zwischen Ardeystraße und Leostraße auf einer Länge von rund 1150 Metern grundlegend umzugestalten.

 

Zukünftig sorgt eine markante Brücke für Fahrvergnügen auf dem Rheinischen Esel. Sklizze: BPR Künne & Partner, BPR Dr. Schäpertöns Consult

Und nun ging‘s tatsächlich in Kürze los: Baubeginn war am Montag, 27. August, und zwar im Abschnitt zwischen Ardeystraße und Schlachthofstraße. Voraussichtliche Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist im März 2021.
Bereits seit Mittwoch, 15. August, bekamen die Anwohner der Pferdebachstraße und der angrenzenden Straßen einen Informationsflyer der Stadt Witten mit näheren Informationen in ihre Briefkästen. Wer seinen Flyer noch nicht hat (oder ganz woanders wohnt und ihn dennoch ausdrucken möchte), findet ihn auf www.witten.de natürlich auch als PDF-Download.
Leitprojekt der Stadtentwicklung: leistungsfähiger, sicherer, barrierefrei
Keine Frage, die Pferdebachstraße ist in einem bemerkenswert schlechten Zustand. Nach jahrelangem Gerumpel wünscht sich Witten dringend eine Verbesserung. Aber wenn es dann für mehr als 2 Jahre ans Umbauen geht – verbunden mit Umleitungen und Unannehmlichkeiten –,  fragt man sich doch wieder, wofür das alles gut ist…
Die Antwort ist einfach: Mit dem Umbau wird die Straße für alle Verkehrsteilnehmer leistungsfähiger, sicherer und barrierefrei. Denn die in den 1960er Jahren vorherrschenden Entwurfsprinzipien (keine Berücksichtigung des Radverkehrs, minimalste Abmessungen der Nebenanlagen, rein funktionale Gestaltung des Straßenraumes) entsprechen längst nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine so wichtige Straße.
Weil die Pferdebachstraße nicht nur die kürzeste Verbindung zwischen der Wittener Stadtmitte und der A44 ist, sondern auch  zahlreiche bedeutende Standorte erschließt, hat sie eine herausragende Bedeutung als innerstädtische Hauptverkehrsstraße und als Eingang zur Stadt.


Mit vereinten Kräften: Wer macht was? Was ändert sich?
Auftraggeber der umfangreichen Arbeiten sind gemeinschaftlich die Stadt Witten (Baudezernat) und die Entwässerung Stadt Witten (ESW) sowie die Stadtwerke Witten.
Die ESW wird abschnittsweise ihr Kanalnetz erneuern und die Stadtwerke Witten im großen Umfang ihr Versorgungsnetz. Der Radweg Rheinischer Esel mit seiner neuen Brücke und die Radfahrstreifen schaffen künftig Verkehrssicherheit zwischen Stadtmitte und Rheinischem Esel und weiter zur Universität. Zwei Kreisverkehre entstehen in Höhe Schlachthofstraße und Westfalenstraße. Für Fußgänger entstehen sichere und durchgehende Gehwege und Querungsmöglichkeiten. Die Bushaltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Parksteifen werden angelegt, eine neue Beleuchtung mit LED-Technik installiert und neue Lichtsignalanlagen aufgestellt. Pflanzbeete runden die Gestaltung ab, denn natürlich folgen auf die Baumfällungen wieder Neupflanzungen. Denn viele Bewohner beklagten das Abholzen und Fehlen der Bäume.
Zu den kommunalen Arbeiten kommen sogenannte „Drittgewerke“: Unter anderem muss die Deutschen Bahn den Bahnübergang an die neue Breite der Pferdebachstraße anpassen; Open Grid Europe muss eine Gasfernleitung umlegen; die Deutschen Telekom muss Telekommunikationsleitungen neu verlegen.


Kosten und Förderung
Die Kosten für den Umbau der Pferdebachstraße betragen rund 12,4 Mio Euro. Seit 2012 gab es deshalb etliche Tänze um Fördertöpfe, die man erstmal anzapfen muss, um eine so kostenintensive Maßnahme überhaupt stemmen zu können. Heute stellt sich die Förderfähigkeit wie folgt dar: kommunaler Straßenbau (Fördersatz 60%); Nahmobilität für Rheinischer Esel und Brücke (Fördersatz 70%); städtischer Eigenanteil: 1.900.000 Euro.


Ständige Infos und Kontaktmöglichkeit
Damit interessierte Bürger/innen, besonders die betroffenen Bewohner der Straße, jederzeit den Überblick behalten, was gerade in welchem Abschnitt mit welcher Umleitung gemacht wird, hat die Stadt Witten alle Informationen auf www.witten.de/pferdebachstrasse zusammen gefasst. Auf der Startseite www.witten.de findet man auch das eigens geschaffene Logo für den Umbau. Anklicken führt zu den Inhalten.
Neu: Die aktuell gültige Umleitung für den jeweiligen Bauabschnitt findet man online nicht nur wie gewohnt in Textform, sondern als grafische Darstellung.
Ein QR-Code, den man mit dem Handy scannen kann, führt auf die besagten Internetseiten. Er ist auf dem Baustellenschild zu finden und wird beispielsweise auf Anwohner-Flyer gedruckt.
Auf den Internetseiten gibt es ein Kontaktformular, über das man Fragen zur Baustelle stellen kann.
Die E-Mail geht an die Adresse pferdebachstrasse@stadt-witten.de und erreicht das Baudezernat der Stadt Witten. Vorab sei um Verständnis gebeten, dass eine Antwort ein paar Tage in Anspruch nehmen mag.
Wer lieber anrufen möchte, nutzt die städtische Baustellen-Hotline (02302) 581-4444. Ist hier niemand unmittelbar erreichbar, hinterlässt man bitte eine Rufnummer für einen Rückruf und schildert kurz sein Anliegen.
Datenschutzkonform werden natürlich weder Telefonnummern noch E-Mail-Adressen gespeichert, sondern nach Beantwortung der Frage gelöscht.

 


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