Hinter dem Schwimmbad soll Bildungszentrum entstehen

Ausgangspunkt: marode Baedekerschule und sanierungsbedürftige Märkische Sporthalle.

Die Pläne sehen den Abriss der Sporthalle vor (links unten hinter dem Schwimmbad). Dann soll an der Stelle ein Stadtteilzentrum mit Angeboten für möglichst viele Bürger entstehen. Foto: Harst

In Annen soll ein Bürger- und Bildungszentrum entstehen, und zwar dort, wo heute die Sporthalle hinter dem Hallenbad steht und neben dem anliegenden Parkplatz.
Über Weg und Ziele dieses Vorhabens hat der vorige Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz (ASU) gesprochen. Die Pläne sehen den Abriss der Sporthalle vor. Dann soll an der Stelle ein Stadtteilzentrum mit Angeboten für möglichst viele Bürger entstehen.
Pläne reifen
In Annen reifen weiter die Pläne für ein neues Bildungsquartier. Ausgangspunkte waren das marode Gebäude der Baedeker-Grundschule und die ebenfalls sanierungsbedürftige Märkische Sporthalle. Dort sollte zunächst Blau-Weiß Annen einen Anbau für knapp eine Million ­Euro bekommen. Dann kam von allen Beteiligten der Vorschlag, die Gebäude aufzugeben.
Bildungsquartier
Stattdessen sollen neben dem Hallenbad eine neue Grundschule und Sporthalle gebaut werden.
Das evangelische Familienzentrum liegt in der Nachbarschaft, der katholische Kindergarten um die Ecke. Bis zu 10 Millionen ­Euro soll das neue Zentrum kosten.
In der Verwaltungsvorlage heißt es unter anderem: „Der Rat beauftragt die Verwaltung, ein Konzept für ein ‚Bildungsquartier Annen‘ zu entwickeln, das zu einem erheblichen Teil mit Zuwendungen aus dem Stadterneuerungsprogramm NRW und eventuell weiteren Förderprogrammen finanziert werden soll, dazu alle Funktionen des öffentlichen Lebens in Annen zu betrachten und Varianten zu entwickeln, wobei zunächst die Varianten unberücksichtigt bleiben, die nicht durch Städtebaumittel förderfähig sind, zu den freizuziehenden öffentlichen Gebäuden immobilienwirtschaftliche Verwertungskonzepte aufzustellen, Zeit- und Finanzierungspläne aufzustellen und dem Rat entsprechende Förderanträge vorzulegen.“
Externe Mittel
Für die Beratung durch ein externes Büro können Haushaltsmittel bis zu einer Höhe von 100 000 Euro verwendet werden. Die Idee eines Bildungsquartiers für den Stadtteil Annen sei gut und richtig. Nach Abschluss des Programmes „Soziale Stadt Annen“ ­solle  mit weiteren Maßnahmen zusätzliche Lebensqualität in den Stadtteil gebracht werden. Dazu sei ein Konzept erforderlich, das alle Bereiche des öffentlichen Lebens in Annen berücksichtige. Mindestens der Sportstandort Kälberweg müsse in die Überlegungen einbezogen werden.
Nach der Steuererhöhung
Verantwortungsvoller Umgang mit Steuermitteln setze voraus, dass ein Projekt von etwa 10 Millionen Euro nicht nur durch eine Entwurfsplanung für ein Gebäude entschieden werde. Wittener dürften gerade nach der Steuererhöhung erwarten, dass die Verwaltung ein Gesamtkonzept vorlege. Es sei unabdingbar, das Bildungsquartier zu einem erheblichen Anteil aus Fördermaßnahmen des Landes zu refinanzieren.


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