„Herz“ des Bau-Chemiespezialisten weiter ausgebaut

Weltmarktführer investiert 100 Millionen in „Ardex-Campus“ – Gebäude wird 90 Meter hoch.

Eine 90 Meter hohe Hauptverwaltung, der Ausbau der Produktion und ein neues Logistikzentrum: Unter dem Projektnamen „Ardex-Campus“ kündigte der Wittener Bauchemiespezialist Ardex heute eine Zukunftsinvestition an, die mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro zu den größten der letzten Jahre im gesamten Ruhrgebiet gehört.

Bei der öffentlichen Vorstellung des Ardex-Vorhabens, ein für das ganze Ruhrgebiet beispielhaftes Verwaltungsgebäude zu bauen, staunten viele Besucher nicht schlecht beim Blick auf die Pläne: „Das kommt uns irgendwie bekannt vor.“
Richtig: Eine ähnlich markante Architektur ist auf dem Weg über die Unistraße in Richtung Innenstadt Bochum zu sehen. Das „Exzenterhaus“ und das noch entstehende Bauwerk in Witten stammen von demselben Architekten, nur in Bochum ist der Grundriss rund, in Witten rechteckig. Aber die Kontur beider Gebäude ist auffällig ähnlich. Ardex investiert mehr als 100 Millionen Euro in der Friedrich-Ebert-Straße – und hatte die direkten Nachbarn und interessierte Bürger zu einem Informationsabend rund um den Standortausbau eingeladen. Mit dem „Ardex-Campus“ wird die Rolle des Standorts Witten als „Herz“ der international tätigen Gruppe weiter ausgebaut.


Mehrwert für die Stadt
„Die Maßnahmen greifen dabei in das urbane Gefüge und das Stadtbild ein und bilden ihrerseits einen öffentlichen Raum. Dieser sollte auch der Stadt als Mehrwert zugutekommen“, erläuterte Gerhard Spangenberg, der Architekt, bei der Vorstellung des Projekts. Der Ausgangspunkt für das städtebauliche Konzept sind die bestehenden ­Ardex-Gebäude. „Die historische Villa steht für Traditionsbewusstsein, das 2011 eröffnete Informationszentrum für Kundennähe und Ausbildung, das Ende 2015 in Betrieb genommene Forschungs- und Entwicklungszentrum für Innovation“, sagte Gerhard Spangenberg. Das neue Areal mit dem Verwaltungsturm als Zentrum verbinde diese ­Elemente und stehe zugleich für die Zukunftsorientierung von Ardex.


Höchster Neubau seit mehr als zehn Jahren
Den Mittelpunkt des geplanten Ardex-Campus bildet der neue, 24-geschossige Verwaltungs-Turm – dank seiner spektakulären Architektur ein echter „Hingucker“, der höchste Neubau im Ruhrgebiet seit mehr als zehn Jahren. Er soll 2020 bezugsreif sein und eine Fläche von 10 000 Quadratmetern haben. „Das bestehende Gebäude aus den 60er-Jahren platzt schon heute aus allen Nähten, da die Zahl unserer Mitarbeiter stark gewachsen ist. Für die Zukunft rechnen wir mit weiterem Wachstum“, sagt Mark Eslamlooy, Geschäftsführer (Chief Executive Officer, „CEO“) der Ardex-Gruppe. 2015 hatte der Umsatz des Wittener Bauchemiespezialisten um mehr als 18 Prozent auf 650 Millionen Euro zugelegt. Für 2016 ist Mark Eslamlooy zufolge ebenfalls ein Umsatzplus absehbar.


Verkehrsentlastung und Schallschutz
Mark Eslamlooy und Dr. Hubert Motzet von der Ardex-Geschäftsleitung informierten auch über Verkehrsentlastung und verbesserten Schallschutz für Anwohner. „Uns ist es wichtig, dass wir früh mit den Anwohnern ins Gespräch kommen“, sagte Mark Eslamlooy. Bei der Planung legt Ardex großen Wert auf ein Gesamtkonzept und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Dazu gehören die Modernisierung des gesamten Ardex-Areals an der Friedrich-Ebert-Straße und die Einbindung der bestehenden Gebäude in den neuen Ardex-Campus. ­Alle Gebäude – auch für Logistik und Produktion – werden, einem städtebaulichen Konzept folgend, harmonisch aufeinander abgestimmt.

 

Die „Ardex GmbH“ ist einer der Weltmarktführer bei hochwertigen bauchemischen Spezialbaustoffen. Als Gesellschaft in Familienbesitz verfolgt das Unternehmen seit mehr als 65 Jahren einen nachhaltigen Wachstumskurs. Die Ardex-Gruppe beschäftigt heute über 2 500 Mitarbeiter und ist in mehr als 50 Ländern auf allen Kontinenten präsent, im Kernmarkt Europa nahezu flächendeckend. Mit ihren 13 großen Marken erwirtschaftet Ardex weltweit einen Gesamtumsatz von mehr als 650 Millionen Euro.


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