Hattinger Neujahrsempfang ist „Pflege der Stadtgesellschaft”

Der Jahresfilm von ruhrkanal.NEWS, die Rede des Bürgermeisters, die Verleihung des ersten Hattinger Heimatpreises und ein Rückblick auf fünfzig Jahre Stadtgeschichte mit Thomas.

Das Programm war reichhaltig: Immerhin kamen die zahlreichen Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ja nicht zusammen, um sich kulinarisch zu stärken, sondern um ein Zeichen für eine starke Stadtgemeinschaft zu setzen. Bei Brezeln und Getränken wurde das neue Jahr im Zeichen der Hanse und des Wahlkampfes   mit einem Meet & Greet in der Gebläsehalle eingeläutet.
Wer wollte, konnte sich mit dem Hanseschild auch gleich ablichten lassen und damit Gesicht zeigen als Zeichen gemeinsamer Stärke, die bis heute unverändert modern geblieben ist. Das Fotoshooting wurde vom Hattinger Heimatverein begleitet, der auch für den Internationalen Hansetag in Brilon Anfang Juni zu einer Strickaktion aufgerufen hat.
Der Empfang startet - wie gewohnt - mit einem launigen Stadtfim von ruhrkanal.NEWS. Das Engagement für die Gesellschaft zeigt sich in bewegten Bildern bei den Einsätzen der Feuerwehr für Mensch und Tier, aber auch bei vielen Aktionen Einzelner und Gruppen für ein buntes und tolerantes Stadtgeschehen. Ein paar Lacher dürfen nicht fehlen, als auf die internationale Berichterstattung verwiesen wird beim Einsatz der Feuerwehr im Swingerclub.
Die Rede des Bürgermeisters macht deutlich, dass die Entwicklung der Stadt eng verknüpft ist mit Visionen der Bürger, die - zumindest teilweise - Realität werden sollen. Es ist eben nicht so, dass derjenige, der Visionen hat, damit zum Arzt gehen sollte - wie Helmut Schmidt über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf 1980 sagte.
Mit ganz handfester Arbeit überzeugten Rosika und Wolfgang Hermes (Foto unten links)  aus Blankenstein die Jury des ersten Heimatpreises der Stadt Hattingen. Sie machen sich stark für eine Initiative zur Verschönerung des Gethmannschen Gartens und bekommen dafür einstimmig den Preis. Die 5000 Euro Fördergelder sollen ebenfalls in die Pflege des Gartens gesteckt werden. Der ist aus dem Dörnröschenschlaf erwacht und wird auch mit Fördermitteln des Landes NRW und der Europäischen Union in den kommenden drei Jahren saniert. Einen Förderbescheid über eine knappe halbe Million Euro gab es bereits im Dezember 2019. Da passt es gut, dass Hattingen mit den Städten Herdecke, Wetter und Witten seit 2017 gemeinsam Projektideen für das Mittlere Ruhrtal entwickelt.  Ziel ist es, die „Perlenkette von Projekten“ entlang der Ruhr durch den Ennepe-Ruhr-Kreis im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 zum Glänzen zu bringen. Dafür sieht das gemeinsame Konzept der vier Ruhrstädte Ausgaben von 54 Millionen Euro vor. Für Hattingen ist es unter anderem der Gethmannsche Garten, der im Fokus steht - was wiederum den Heimatpreis-Träger genauso wie die zitierten Visionen einbaut. Kreis geschlossen.
Nein, nicht ganz. In gewohnt launiger Abfolge skizziert Stadtarchivar Thomas Weiß die fünfzigjährige Stadtgeschichte. Wobei es schon deutlich wird, dass diese 50 Jahre ein Wimpernschlag sind. Denn der am 2. Juli 1396 mit dem Grafen Dietrich von der Mark geschlossene Befestigungsvertrag gilt allgemein als Erhebung Hattingens zur Stadt. 1996 stand also bereits die 600-Jahr-Feier an und die, man erinnert sich gerne, wurde gebührend gefeiert. Aber Feiern kann man dieses Jahr ja auch - beispielsweise beim Hansetag


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