Hattinger Feuerwehr steht vor großen Veränderungen

Aus sieben Löschzügen werden fünf Wehre mit einem neuen Schutzzielergänzungskonzept.

Wünscht sich in den kommenden zwei Jahren konkrete Planungen für den neuen Standort der Wehren Welper, Blankenstein und Holthausen: Hattingens Feuerwehrchef Tomás Stanke.

Noch sind es sieben Löschzüge der Feuerwehr, die in Notfällen im Hattinger Stadtgebiet im Einsatz sind. Doch bis 2021 werden es nur noch fünf Löschzüge sein. Welper, Blankenstein und Holthausen bilden den Lösch­zug Nord mit einem neuen Standort.

Die hauptamtliche Wache und der Löschzug Mitte befinden sich am Wildhagen. Der Löschzug der hauptamtlichen Wache ist 24 Stunden am Tag mit zehn Beamten im Brandschutz besetzt. Die Beamten versehen ihren Dienst auf einer der drei Wachabteilungen im 24 Stundendienst. Neben der Tätigkeit im Brandschutz werden die Beamten auch auf den Rettungswagen in der Notfallrettung eingesetzt. Zu den Beamten im Schichtdienst kommen die Kollegen im Tagesdienst und angestellte Kollegen im Rettungsdienst.
Zusätzlich versehen 200 freiwillige Feuerwehrleute in Hattingen ihren Dienst in sieben Löschzügen, die im ganzen Stadtgebiet verteilt sind. Die Veränderungen, die im Brandschutzbedarfsplan 2016 festgeschrieben wurden, resultieren zum einen aus der nicht mehr vorhandenen notwendigen Personalstärke mancher Wehre, vielfach entsprechen aber auch die Gebäude nicht mehr den modernen Standards. So hat sich gezeigt, dass die Wehren an den Standorten Holthausen, Welper und Blankenstein aufwendig saniert werden müssten - oder man legt die Wehren an einem neuen Standort zusammen.
Veränderungen wird es auch mit Blick auf die Einsatzzeiten geben. Durch das Gutachten konnte festgestellt werden, dass bei den tagsüber stattfindenden Einsätzen die Verfügbarkeit an ehrenamtlichen Feuerwehrkräften eher gering ist, während in den Abend- und Nachtstunden hier mehr Kräfte zur Verfügung stehen, es aber weniger Einsätze gibt.
Ein neues „Schutzzielergänzungskonzept“ baut nun tagsüber mehr auf hauptamtliche Kräfte mit ergänzenden freiwilligen Einheiten. Abends, nachts und am Wochenende ist es umgekehrt.
„Der Einsatzort des standardisierten Schadenereignisses ‚Kritischer Wohnungsbrand‘ wird  von 10 Einsatzkräften in einer Ausrück- und Anfahrtzeit von 8 Minuten (Schutzziel 1) und von insgesamt 16 Einsatzkräften innerhalb von 13 Minuten (Schutzziel 1 und 2) erreicht. Der Zielerreichungsgrad in der Realität beträgt 80% der schutzzielrelevanten Einsätze.“ (siehe Brandschutzbedarfsplan auf Seite 180).
Große Herausforderungen, wie Tomás Stanke erklärt. Doch er lässt auch keinen Zweifel daran, dass sie bewältigt werden.


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