Geschäftsstelle Herbede wird für 200 000 Euro umgebaut

Volksbank Sprockhövel: Interview mit Filialleiter Boris Padtberg – Chancen für Wachstum.

Boris Padtberg ist Leiter der Herbeder Geschäftsstelle der Volksbank Sprockhövel. Die Geschäftsstelle liegt an der Vormholzer Straße 4.

Landauf, landab dünnen Banken aus Kostengründen ihr Filialnetz aus. Die Volksbank Sprockhövel geht in Witten-Herbede einen anderen Weg. Sie nimmt 200 000 Euro in die Hand und investiert gerade in großem Stil in diese Geschäftsstelle. „Image“ hatte Gelegenheit, mit dem Geschäftsstellenleiter Boris Padtberg zu sprechen: Was veranlasst die Bank dazu?
Regelmäßig passen wir unsere Geschäftsräume an den aktuellen Bedarf an. Herbede ist einer der größeren Standorte der Volksbank Sprockhövel und hat damit eine hohe Bedeutung für unsere Bank. Seit 1965 sind wir hier zu Hause. Die Zahl der betreuten Kunden liegt bei 4 255. Mehr als die Hälfte davon ist der Volksbank durch ­eine Mitgliedschaft besonders eng verbunden. Das Kundenvolumen, das unser vierköpfiges Mitarbeiterteam betreut, beträgt über 100 Millionen Euro. Hier sehen wir gute Chancen für weiteres Wachstum. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen, den Standort fit für die Zukunft zu machen – auch um die positive Entwicklung der Filiale fortzuschreiben.
Was wollen Sie verändern?
Zunächst einmal dies vorweg: Die baulichen Veränderungen sind kein Selbstzweck. Sie dienen vielmehr dazu, dass sich die Mitglieder und Kunden aus Herbede und Umgebung bei uns wohlfühlen. Deswegen haben wir uns für eine helle und freundliche Raumgestaltung mit einem hohen Glasanteil entschieden. Um unsere Energiekosten zu senken, haben wir das Treppenhaus durch einen deckenhohen Glasumbau mit eingebauter Tür vom Schalterraum abgetrennt.
Worauf müssen sich die Kunden einstellen?
Die vielleicht wichtigste funktionale Veränderung: Den klassischen Bankschalter am Ende des Schalterraumes wird es künftig nicht mehr geben. Stattdessen kommen wir unseren Kunden buchstäblich entgegen, indem wir im vorderen Bereich des Raumes einen Servicepunkt schaffen. Wie die Rezeption in einer Hotellobby soll dies die erste Anlaufstelle für die Kunden sein. Von dort aus geht es zu den Arbeitsplätzen der Kundenberater. Weniger beratungsintensive Bankgeschäfte dagegen lassen sich gleich an Ort und Stelle erledigen.
Die SB-Zone ist im Zuge des Umbaus deutlich erweitert worden. Bedeutet dies, dass der persönliche Kontakt zur Bank künftig weniger gefragt ist?
Auf keinen Fall. Es ist richtig, dass wir das Angebot an SB-Geräten erweitert haben. Immer mehr Kunden nutzen diese Geräte auch außerhalb der Öffnungszeiten. Außer einem Geldautomaten und einem Kontoauszugsdrucker stehen den Kunden jetzt auch ein Ein- und Auszahlungsautomat und ein Überweisungsterminal zur Verfügung. Um die persönliche Beratung und Betreuung wird sich aber auch in Zukunft unser Mitarbeiterteam kümmern. Wichtig: Über die Art der Kontaktaufnahme zur Bank entscheidet allein der Kunde. Er hat die Wahl zwischen dem Online-Banking am heimischen PC, dem Mobilbanking per Smartphone- oder Tablet-App, der SB-Zone oder der persönlichen Beratung von Mensch zu Mensch.
Wie ist der aktuelle Stand der Bauarbeiten?
Wir liegen bis jetzt voll im Zeitplan. Ende Januar sollen die Arbeiten beendet sein. Offiziell vorstellen wollen wir die runderneuerte Geschäftsstelle Donnerstag, 9. Februar, mit einem Tag der offenen Tür. Dazu laden wir alle Mitglieder und Kunden und auch die interessierte Öffentlichkeit herzlich ein. Sie werden dann die bekannten Mitarbeiter antreffen. Kontinuität bei den Beratern ist uns ein besonderes Anliegen.


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