„Für Kunden bieten wir äußerst attraktive Mietmodelle“

Stadtwerke informieren über Jahresprogramm: „Wirtschaftlich nach wie vor erfolgreich“.

Den „4 D“ der Energiebranche – Digitalisierung, Dezentralisierung, Dekarbonisierung (niedriger Umsatz von Kohlenstoff) und Demographie – begegnen die Stadtwerke Witten mit „4 S“: Service, Sicherheit, Saubere Energie und Soziales.
Was sich hinter diesen Schlagwörtern verbirgt, haben sie bei der Vorstellung ihres Jahresprogramms erläutert. Vorweg stellte Geschäftsführer Andreas Schumski fest, dass das mehrheitlich kommunale Energieunternehmen mit seiner Zukunftsausrichtung gut vorankomme und auch wirtschaftlich nach wie vor erfolgreich sei – trotz aller Herausforderungen des Marktes. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2018 würden zwar noch nicht ganz feststehen, aber so viel könne man schon sagen, erklärt er: „In diesem Jahr stehen bei uns folgende große Projekte auf dem Programm: die Installation von weiteren Elektroladesäulen, Abschluss der Sanierung des Wasserhochbehälters Helenenberg, Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Versorgungsnetze, der ‚Smart-Meter-Rollout‘, also die Umstellung auf digitale Stromzähler, und die Fachkräftesicherung“, informiert der Geschäftsführer.
Und weiter: „Unter Service fassen wir unter anderem alle Aktivitäten zusammen, die wir in diesem Jahr zum weiteren Aufschwung der Elektromobilität geplant haben.“ Die Stadtwerke Witten werden beispielsweise zwei weitere Ladesäulen installieren auf dem Parkplatz an der Husemann-Sporthalle und am Bommerfelder Ring. Damit kommen sie dann insgesamt auf 15, die sie selbst oder in Kooperation im Stadtgebiet Witten betreiben. Weitere 13 Ladepunkte haben sie auf eigenem Gelände. Das Unternehmen selbst hat elf Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz.

Wallboxen Zuhause
„Für unsere Kunden haben wir darüber hinaus äußerst attraktive Mietmodelle im Angebot. Diese umfassen beispielsweise die Installation von Ladesäulen oder Wallboxen Zuhause. ,Wallboxen‘ sind Ladestellen in Wandkästen. Zudem bieten wir einen speziellen Tarif für E-Fahrzeug-Nutzer und Ökostrombezug an“, sagt er.
Generell sieht Andreas Schumski im Ausbau von Beratungs-, Service- und Dienstleistungen ein wachsendes Geschäftsfeld. „Wir machen es unseren Kunden bequem und sind vor Ort für sie da.“ Informationen zur Elektromobilität und den Angeboten der Stadtwerke gibt es auch auf ihrer Energiemesse am Samstag, 18. Mai.
Das Unternehmen investiert in die Instandhaltung, die Erneuerung und den Ausbau seiner Versorgungsnetze und Anlagen. Im Geschäftsjahr 2019 werden dies 6,6 Millionen Euro sein; davon 3 Millionen Euro in die Stromversorgung, 1,6 Millionen in die Erdgasnetze und 2 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung. So wird zum Beispiel im Laufe des Jahres ein Großprojekt abgeschlossen: Es ist die umfassende Sanierung des Wasserhochbehälters Helenenberg; sie kostete die Stadtwerke Witten insgesamt mehr als 4 Millionen Euro.
In die Kategorie Sicherheit fällt auch der sogenannte Smart-Meter-Rollout, also der Austausch analoger Zähler gegen digitale Messeinrichtungen. Bis 2032 – so will es der Gesetzgeber – soll kein analoger Zähler mehr in Betrieb sein. Die Stadtwerke müssen insgesamt 65 000 Zähler tauschen; davon bekommen rund 59 700 Verbraucher moderne Messeinrichtungen und 5 300 intelligente Mess-Systeme. Intelligente Mess-Systeme sind künftig für Verbraucher Pflicht, deren Jahresverbrauch über 6 000 Kilowattstunden liegt.
Hier wird der digitale Zähler mit einer Kommunikationseinheit, gekoppelt. Von dort werden die Daten sicher an den Datenverwalter übermittelt.
Datenschutz hat hierbei höchste Priorität. Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke Witten bereits 3 000 moderne Messeinrichtungen eingebaut.


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