Frau Holle und die Eisprinzessin sorgen für strahlende Augen

In diesem Jahr hat der Hattinger Weihnachtsmarkt mit Frau Holle und der Eisprinzessin Anna Freimuth zwei Symbolfiguren. Frau Holle öffnet täglich um 17 Uhr im Alten Rathaus ein Adventsfenster, die Eisprinzessin verteilt Plätzchen auf dem Kirchplatz.

Anna Freimuth ist die erste Hattinger Eisprinzessin. Zu verschiedenen Terminen ist sie auf dem Weihnachtsmarkt zu erleben. Am Samstag, 21. Dezember, 16 Uhr gibt es am Singenden Weihnachtsbaum eine Lesung, Musik und eine Spende des Palliativnetzwerkes an die Krebshilfe Sprockhövel/Hattingen. Frau Holle öffnet jeden Tag am Alten Rathaus um 17 Uhr ein Adventsfenster.

Strahlen soll sie und von einem eiskalten Glitzerzauber umgeben sein – deshalb gehören Pailletten an das türkisblaue Ballkleid. Glänzende Stoffe sind Pflicht, ein Umhang und eine Schärpe mit der Aufschrift „Eisprinzessin Hattingen“. Anna Freimuth (19) ist neben Frau Holle alias Ursula Keuth die neue Symbolfigur des Hattinger Weihnachtsmarktes.


Während Frau Holle seit Jahren mit dem Weihnachtsmarkt eng verknüpft ist und für Menschenmassen sorgt, stammt die neue Idee der Eisprinzessin von Landwirt und Gastronom Alfred Schulte-Stade, der mit Ballkleidern und Glitzer eigentlich nix am Hut hat. Nicole Nitschke, schon im letzten und diesem Jahr verantwortlich für Programm und Teilnehmeroptik vom „Singenden Weihnachtsbaum“, hat die Idee realisiert. Über die Netzwerke sucht und findet sie eine junge Hattingerin, die Spaß daran hat und – vor allem – schöne Kleider liebt und bereit ist, die (mögliche) Eiseskälte des Hattinger Winters zu ertragen. Denn so schön, wie das eisblaue Ballkleid auch aussieht – so richtig warm ums Herz wird es nur dem Betrachter, der die 19-Jährige und ihre Freude erleben darf. „Ich fühlte mich sofort angesprochen, als ich den Aufruf las. Ich habe mich schon einmal für eine Brautmodenschau für eine Messe beworben, das hat aber leider nicht geklappt. Bereits als kleines Mädchen fand ich diese Ballkleider traumhaft und trage das auch gern in der Karnevalszeit. Ich liebe Kleider und Kostüme“, strahlt sie mit dem Glitzer am Kleid um die Wette. Die ehemalige Schülerin des Gymnasiums Holthausen hat beruflich übrigens nichts mit schönen Kleidern zu tun – sie ist im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zur operationstechnischen Assistentin am Uniklinikum in Essen.
Ideengeber Alfred Schulte-Stade schmilzt beim Anblick seiner Eisprinzessin dahin. „Sie sieht toll aus und es ist eine richtig gute Idee“, freut er sich. Und er ist nicht der einzige, der begeistert ist. Auch die Männer der Löschgruppe Nord von der Hattinger Feuerwehr freuen sich. Anna Freimuth gehört nämlich als aktive Feuerwehrfrau seit 2017 als eine von vier Frauen ehrenamtlich zum Löschzug Nord der Freiwilligen Feuerwehr. „Das richtige Kontrastprogramm“, lacht der Märchen- und Fantasyfan, der in der Brandbekämpfung und bei Rettungseinsätzen aber auch ordentlich zupacken kann.

Die „Prinzessin auf Zeit“ ist schon längst auch „Königin der Herzen“. Und Hattingen hat mit ihr eine weitere Attraktion.
Frau Holle kommt übrigens selbstverständlich jeden Tag um 17 Uhr ins Alte Rathaus, öffnet ein Adventsfenster, lässt Schnee und Goldtaler regnen. Am 24. Dezember tut sie dies bereits um 11 Uhr, denn auch Frau Holle muss sich an diesem Tag ganz besonders sputen.

Musik mit Daria und Julia und eine Spende am 21. Dezember, 16 Uhr am Singenden Baum


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