Erst das Ehrenamt macht Sprockhövel lebenswert

Eine Stadt ohne Ehrenamt? Unvorstellbar! Hunderte helfende Hände sorgen erst dafür, dass unsere Stadt funktioniert...

Eine Stadt ohne Ehrenamt? Unvorstellbar! Hunderte helfende Hände sorgen erst dafür, dass unsere Stadt funktioniert. In Sportvereinen, Kirchengemeinden und Parteien, im Brauchtum oder im Naturschutz – es sind engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Sprockhövel erst lebenswert und liebenswert machen. Ihr Einsatz und ihre Hingabe für das Gemeinwohl machen Sprockhövel zur Perle.
Für ein Ehrenamt bekommt man in der Regel kein Geld. Im Gegenteil. Viele Bürger bringen eigenes Geld für ihre Aufgabe mit und müssen dies sogar tun, damit sie ihre Aufgabe erfüllen können. Sei es über Fahrten mit dem Privatauto, um eine Fußballmannschaft zum Auswärtsspiel zu fahren, sei es der Materialeinsatz zur Bestückung einer Kuchentheke am Pfarrfest, sei es das Vorstrecken von Reisekosten einer Jugendgruppe ins Ausland. Die allermeisten Mitmenschen bekommen diese Engagements leider oft nicht mit. Öffentlich gewürdigt wird es nämlich viel zu selten. Das werde ich ändern und ein ständiges Format zur Anerkennung entwickeln.
Ich bin in den vergangenen Monaten vielen bürgerschaftlich engagierten Menschen in Sprockhövel begegnet. In ihnen lodert ein Feuer der Tatkraft. Begeistert berichten sie mir von ihren Ideen, Taten und schönen Erlebnissen. Sie schildern mir aber auch oft ebenso verzweifelt ihre alltäglichen, konkreten Probleme. Viele fühlen sich alleingelassen, vor allem von Teilen der Stadtverantwortlichen.
Dabei dürfen uns ihre Sorgen und Nöte nicht egal sein. Denn die Probleme des Ehrenamts sind immer auch die Probleme der ganzen Stadtgesellschaft. Geht es dem Ehrenamt gut, dann geht es auch Sprockhövel gut. Was das Ehrenamt stark macht, macht auch die Stadt stark.
Seien sie bitte versichert: Ich lasse das Ehrenamt und die vielen Heldinnen und Helden der fortwährend guten Taten nicht allein. Mit mir als Bürgermeisterin haben sie einen zuverlässigen Partner an ihre Seite und damit auch die gesamte Stadtverwaltung hinter sich.
Ich werde meine Arbeit als Bürgermeisterin nicht von oben herab angehen. Ich möchte mehr „Bürgerin“ sein, nicht „Meisterin“. Gemeinsam mit den Menschen in Sprockhövel möchte ich diese Stadt so gestalten, dass sie ihre Chancen in der Zukunft besser nutzt. Daher werde ich noch eine Stabsstelle im Bürgermeisterinbüro als Ansprechpartner für Ehrenamtler schaffen, die mehr ist als eine bloße Stelle im städtischen Stellenplan. Sie wird für jedermann erkennbar und zugänglich sein.
Auch als Arbeitgeberin will ich Vorreiter sein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus sollen pro Woche eine Arbeitsstunde in eine Stunde fürs Ehrenamt umwandeln können. Konkret gesagt, ich stelle sie für eine Wochenarbeitsstunde fürs Ehrenamt frei. Hiermit soll das ehrenamtliche Engagement unserer städtischen Kolleginnen und Kollegen gewürdigt werden. Ich hoffe, dass dieses Vorgehen auch bei anderen Arbeitgebern Schule machen wird.
Die engagierten Bürgerinnen und Bürger Sprockhövels verdienen unsere völlige Unterstützung. Daher möchte ich so viele Menschen wie möglich motivieren, die Arbeit im Ehrenamt zu unterstützen oder sich ihr anzuschließen. Für ein starkes und lebenswertes Sprockhövel!


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