Erlebnispädagogische Tage in der Kletteranlage Imberg

Lautes Lachen und begeisterte Anfeuerungsrufe einer Schulklasse schallen über den Platz der Kletteranlage
Imberg. Kein Zweifel, schon auf dem ersten Blick ist klar, dass die Schüler der 7. Klasse der Adolf-Reichwein-
Realschule hier einen erlebnisreichen Vormittag verbringen. Was vordergründig nach einem lustigen Klassen­-ausflug aussieht, hat jedoch einen tieferen Sinn.

„Das Leben der Kinder hat sich im Vergleich zu früher ziemlich geändert. Die Schule nimmt immer breiteren Raum ein, die Kinder bewegen sich heutzutage weniger und ein Großteil der Kommunikation läuft über Handys“, erklärt Inga Janz vom Amt für Jugendhilfe und Schule. Nach dem neuen Konzept sollen sich die Kinder in dem „außerschulischen Lernort“ selbst neu kennenlernen, Mitschülern Hilfe geben oder auch von anderen annehmen. Das Angebot besteht im ersten Schritt für alle siebten Klassen der Realschulen, soll aber auch auf alle weiterführenden Schulen ausgeweitet werden.
„Tower of power“ und „flying bridge“ stärken Gemeinschaftsgefühl
Vor Ort teilt sich die Klasse in zwei Gruppen auf. Während die eine Schülergruppe beim „Tower of power“ versucht, gemeinsam Holzklötze per Seil aufeinander zu stapeln, geht es für die zweite Gruppe bei der „flying bridge“ hoch hinaus. In acht Meter Höhe hängen zwei Balken an verschiedenen Seilen. Das „Bodenpersonal“ muss versuchen, sie in die Waagerechte zu bringen, während zwei Klassenkameraden in der luftigen Höhe über die Balken balancieren. Nur wenn alle im übertragenen Sinne „gemeinsam an einen Strick ziehen“, wird das Ziel erreicht. Drei Klettertrainer achten peinlich darauf, dass alle Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden. Helme und Klettergeschirr sind Pflicht. Neben den Klassenlehrern begleiten zusätzlich die beiden Sozialarbeiterinnen Andrea Göhring-Richter und Annette Pohl die Klasse.
Das Erlebte wirkt nach
„Die Rückmeldungen sind toll“, versichert Inga Janz. „Die Kinder wissen nach diesem Tag, sie können mehr als sie sich vorher zugetraut hätten. Manche Dinge werden dabei auch unbewusst in Gang gesetzt.“


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