Endlich: Erster Spatenstich für die Ortsumgehung L70n

Nach jahrzehntelangen Planungen und Streitigkeiten geht es jetzt los - Investition 4,3 Mio.

Der symbolische erste Spatenstich der Umgehung in Niedersprockhövel, im Fachjargon L 70n: Mit dabei v.r. Beigeordneter der Stadt Sprockhövel Volker Hoven, Landrat Olaf Schade, MdL Rainer Bovermann, Hendrik Wüst (Minister für Verkehr des Landes NRW), MdL Bodo Middeldorf (verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion) und als einzige Frau Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebes Straßenbau.NRW. Sie hatten auch die Feierlichkeiten organisiert, die übrigens für jeden Bürger öffentlich waren.

Viel Prominenz war gekommen, um den symbolischen ersten Spatenstich der L70n zu feiern. Nach jahrzehntelangem Ringen war es nun endlich soweit. Der Minister für Verkehr des Landes NRW war höchstpersönlich angereist, bedankte sich bei Planern und Ingenieuren für die Geduld, die nun Früchte trägt.
Die kritischen Stimmen, die es immer noch gibt, fanden an diesem Tag kein Gehör. Stattdessen freuten sich vor allem jene, die in ihrer aktiven Dienstzeit das Projekt immer wieder auf dem Tisch hatten und befürchteten, den Startschuss gar nicht mehr zu erleben. Allen voran der beliebte ehemalige Beigeordnete Bernd Woldt, der sich jetzt schon auf den nächsten großen Moment freut: Die Einweihung des geplanten Kreisverkehres und später der Abschluss des Gesamtprojektes in zwei Jahren. „Toll, dass ich das noch erlebe“, grinst er. Auch der Minister geht in seiner knackig-kurzen Rede auf die lange Laufzeit ein. „Manche Projekte erlebt man wirklich nicht mehr“, sagt er. Hier jedenfalls ist es anders. Allerdings: Nach dem ersten Spatenstich und vor der Freude, es geschafft zu haben, kommt eine Bauphase, die von allen Bürgern etwas abverlangen wird. „Wir können viel digitalisieren, aber eine Baustelle ohne Dreck und Behinderungen schaffen wir noch nicht“, bringt es Elfriede Sauerwein-Braksiek auf den Punkt. Die Direktorin des Landesbetriebes Straßenbau.NRW weiß: Es wird Herausforderungen geben! Die aber zu bewältigen ist ein Muss und darin sind sich heute alle Gäste einig. Politik und Verwaltung waren in großer Zahl vor Ort - der „normale“ Bürger zeigte sich eher selten. Die Veranstaltung war öffentlich. Schnittchen gab es auch.


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