Ein Kraut für mehr Gelassenheit im Alltag

Leckerchen, die noch schön aussehen, ganz ohne Pharmaindustrie.

Ursula Stratmann ist Fachfrau für alles, was am Wegesrand oder in Feld und Flur wächst, gut schmeckt und wohltuend wirkt. Sie bietet etwa 80 Veranstaltungen im Jahr an, bei denen man mit ihr auf Erkundungstour gehen kann, um Kräuter, wildes Gemüse und wilden Salat zu entdecken.

Ursula Stratmann ist Fachfrau für alles, was – meist unbeachtet – am Wegesrand oder in Feld und Flur wächst, gut schmeckt und wohltuend wirkt. Sie bietet etwa 80 Veranstaltungen im Jahr an, bei denen man mit ihr auf Erkundungstour gehen kann, um Kräuter, wildes Gemüse und wilden Salat zu entdecken.

Dabei erzählt sie – oft lustige – Geschichten über Wirkweisen, die man zunächst nicht vermuten würde. Mehr dazu auch auf ihrer Internetseite unter www.kraeutertour-de-ruhr.de. Im Augenblick steht der Holunder im Mittelpunkt ihres Interesses. ­Diese vielseitige Pflanze blüht von Juni bis Juli. Sie schreibt darüber:
„Ein leckeres und dazu überaus elfenhaft aussehendes Beruhigungs­mittel: für mehr Gelassenheit im Alltag. Die Kinder zu laut? Die Party zu lebhaft? Einfach mal ausspannen? Völlig chemiefrei, mit Leckerchen, die auch noch schön aussehen, ganz ohne Pharmaindustrie? Letzte Woche hatte ich mal wieder eine wunderbare Kräuterwoche, das Wetter war super, die Teilnehmer ein Traum, der Ort und die Botanik sowieso und wir haben gekocht, sieben verschiedene Sachen. Es war lecker, aufregend. Und nach einem so herrlichen Koch-Ereignis, bei dem 20 Leute in einer kleinen Küche durcheinander wuseln und ein 7-Sterne-Mahl innerhalb kürzester Zeit zaubern, waren wir zurück im Unterrichtsraum. Und: Es herrschte völlig entspannte Stille. Kein Gelächter, Geflüster, hektisches Ansetzen der nächsten Tinktur. Was hatten wir nur im Essen? Nein, keine Drogen. Es war kein Nachtschatten und keine Bal­drianwurzel darin versteckt. Wir hatten als Rezepte Basilikum­butter (mit Knoblauch), Gierschpfanne (mit Knoblauch) und Spitzwegerich-Köpfchen (mit Knoblauch) und dazu: Holunderblütentee. Der Tipp: Jetzt Hollerblüten sammeln und trocknen. Der Tee schmeckt angenehm, hat eine Elfenbeinfarbe und fällt gar nicht weiter auf: Holunderblüten frisch oder getrocknet, etwa ein Teelöffel voll mit 200 Milliliter kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen, mit etwas Honig süßen. Wohl bekomm’s!“


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