Diepenbeck-Park: Natur und Freizeit für alle Generationen

Zum Stadtumbau West in Welper gehört auch die Umgestaltung vom größten Hattinger Park. Im zweiten Bauabschnitt geht es um Bewegungs- und Spielmöglichkeiten für alle.

Freuen sich auf den zweiten Bauabschnitt im Diepenbeck-Park (v.l.): Solveig Holste (Fachbereichsleitung Stadtbetriebe und Tiefbau), Bürgermeister Dirk Glaser, Cordula Buchgeister (Abteilungsleitung Jugendkultur Stadt Hattingen). Ende der Sommerferien soll dieser Bauabschnitt abgeschlossen sein.

Ende 2015 wurde das Landschaftsarchitekturbüro Martina Hoff aus Essen beauftragt, ein Spiel- und Freiflächenkonzept für den Stadtteil Welper zu erstellen. Dabei kommt dem Park Diepenbeck eine besondere Funktion zu, ist er doch der größte Park in Hattingen.

Mit einer Gesamtfläche von ca. 31.000 qm befindet er sich in zentraler Lage von Welper. Im Norden schließt der Park unmittelbar an den Marktplatz und die umliegenden Einkaufsmöglichkeiten an. Zudem sind ein Pflegeheim, das Jugendzentrum und die städtische Kita direkte Anlieger des Parks. Auch die Grundschule liegt in der Nähe. Hier ist bereits das Ergebnis der Umgestaltung sichtbar. Spieltische, Boulebahn, Hangrutsche und vieles mehr werden gut angenommen. Der Park, so das Landschaftarchitekturbüro, hat eine große Funktion für den Stadtteil.
Im Süden des Parkes liegt ein Spielplatz. Kritisch gesehen wurde er schon bei der Bürgerbeteiligung 2017: zu dunkel und oft verdreckt.  
Jetzt nimmt auch dort die geplante Umgestaltung Fahrt auf und bereits zum Ende der Sommerferien soll dieser zweite Bauabschnitt vom Diepenbeck-Park abgeschlossen sein. Bewegung und Fitness im öffentlichen Raum werden durch den Neubau einer Calisthenics-Anlage möglich werden. Angesprochen werden sollen dadurch Jugendliche und Erwachsene.  Dreh- und Angelpunkt der Szene sind ganze Calisthenics-Parks. Diese umfassen oft Stangen verschiedener Höhe und Position, die Barren und Reck nachempfunden sind. Calisthenics bieten das Repertoire des klassischen Geräteturnens und diverse akrobatische Übungen. Außerdem wird noch eine Seilbahn den oberen und unteren Bereich des Parks verbinden. In der Nähe des Spielplatzes entsteht ein flaches Wadi als Wasseroase.
Die Wege und Grünbereiche werden überarbeitet und erneuert und der schon vorhandene Spielplatz ergänzt. Ähnlich wie bei den erneuerten Spielplätzen am Müsendrei und am Haidchen werden auch hier die Kinder der Erik-Nölting-Grundschule ihrer kreativen Ader freien Lauf lassen und ein neues Spielplatz-Schild malen.
Rund 600.000 Euro fließen in die die Gestaltung des ganzen Parks.  Achtzig Prozent der Summe sind allerdings Fördergelder, der Rest wird von der Stadt selbst aufgebracht. Die Stadt sagt, der Park werde in seiner neuen Gestaltung gut angenommen. Auch Vandalismusschäden seien nicht zu beklagen. Man vermutet, dies hänge vor allem mit dem Engagement der Bürger zusammen. Von Anfang an habe man auf Transparenz und Mitbestimmung gesetzt. Das werde honoriert.
Bis zum Ende der Sommerferien soll der Bauabschnitt fertig sein. Der Stadtumbauprozess im Ortsteil Welper geht weiter und wird auch - wenn die Politik will - im Diepenbeck-Park weiter gehen. Dabei hat man den Waldweg zur Ferdinand-Freiligrath-Straße im Auge. Dafür allerdings braucht man eine Fortschreibung des Stadtumbauprojektes. Und das muss sowohl die örtliche Politik genehmigen als auch über die Fördertöpfe das Land NRW abgesegnet werden. Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW, Ina Scharrenbach, hat schon - gerade auch im Zusammenhang mit der Coronakrise - die große Bedeutung der grünen Oasen in den Städten und Stadtteilen unterstrichen.


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