Die Zeit für individuelle Beratung wird ausgedehnt

Sparkasse: Kundenverhalten hat sich verändert – Geldinstitut reagiert auf Untersuchung.

Das Kundenverhalten bei der Wittener Sparkasse und anderswo wohl auch hat sich im Laufe der letzten Jahre sehr verändert. Darauf reagiert nun das Geldinstitut.
Bei Service und Beratung kommen verschiedene Änderungen auf die Kunden zu. Beim Pressegespräch informierte der Vorstand über anstehende Veränderungen im Unternehmen. Beispielsweise wird die Zeit für die Beratung erweitert und die Qualität gesteigert. Die Fachleute stehen Rede und Antwort an allen Öffnungstagen von 9 bis 18 Uhr in allen Filialen, und zwar nach vorheriger Terminabsprache.

Größe der Filiale
Die Öffnungszeiten, bei der Sparkasse „Servicezeiten“ genannt, ändern sich – je nach Größe der Filiale – außer bei der Wittener Hauptstelle an der Ruhrstraße, teils von März, teils von Juni dieses Jahres an. Geplant ist auch, mehr qualifizierte Beratungskapazitäten durch geschulte Fachleute bereitzustellen.
Erweitert mit zusätzlichen Investitionen wird auch der Technikapparat des Geldinstitutes. Zurzeit gibt’s 27 Automaten an 20 Standorten. Die Hauptstelle, das Kundenservice-Center an der Ruhrstraße, ist seit 2016 mit zehn Mitarbeitern montags bis freitags von 8 bis18 Uhr besetzt.

Sozialer „Player“
Die Wittener Sparkasse ist auch ein sozialer „Player“. Für Sponsoring in den Bereichen Kunst, Kultur, Sport und Umweltschutz standen im Vorjahr 400 000 Euro zur Verfügung. „Das wird nicht reduziert“, sagt Rolf Wagner, Vorsitzender des Vorstandes.
Die Kunden setzen weiterhin aufs Sparen, auch wenn die Niedrigzinsphase nicht besonders attraktiv dafür ist. Das Geldinstitut bietet demzufolge auch Zugang zu anderen Anlageformen wie Wertpapiere. Dabei ist eine gute Beratung wichtig. Die Bilanz des Vorjahres unterm Strich: Es wurde ein stabiles und gutes Ergebnis erzielt. 250 Millionen Euro an Krediten sind bewilligt worden, Tendenz steigend.

Mini-Hybrid-Auto
Teilweise werden die Geschäftsstellen umgebaut und an das neue Kundenverhalten angepasst. Vermehrt sollen mobile Kundenberater ins Haus kommen. Hierfür schaffte die Sparkasse Mini-Hybrid-Autos an.
Und noch eine augenscheinliche Änderung: Der „Dresscode“ bei der Sparkasse wandelt sich in Richtung leger und locker. Von März an heißt das „Business-Casual Stil“. Mit anderen Worten: Schlips muss nicht mehr sein, schicke Jeans und Polo-Shirts in angemessener Form sind künftig angesagt.

Standorte untersucht
Die Sparkasse Witten reduziert „Servicezeiten“, also die Öffnungszeiten der Zweigstellen, und dehnt dafür die Zeiten für die individuelle Beratung der Kunden aus, also die „Beratungszeiten“. Das ist die Folge einer Studie über das Kundenverhalten. Ein halbes Jahr lang wurde an allen elf Standorten untersucht, zu welchen Zeiten wie viele Kunden mit welchen Anliegen ihre Filiale aufsuchen. Wichtiger Teil der Ergebnisse: Es wird mehr individuelle Beratung gewünscht. Die Folge für die Zweigstellen: Die Zeiten für das alltägliche Kundengeschäft am Schalter werden verkürzt, dafür können sich Kunden mit Terminen ganztägig beraten lassen. Die Termine sollten mindestens 24 Stunden vorher vereinbart werden.

An der Pferdebachstraße
Noch eine wichtige Änderung: Die Filiale an der Pferdebachstraße, Ecke Schlachthofstraße, wird zu einer reinen Selbstbedienungszweigstelle umgebaut.


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