Die Stadtwerke Hattingen ­haben neuen Geschäftsführer

Lars Tellmann ist seit 2013 im Unternehmen und war bisher Stellvertreter von Jürgen Wille.

Uwe Träris (Vorstand Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen, im Bild links) freut sich gemeinsam mit Bürgermeister Dirk Glaser, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Hattingen, über den neuen Geschäftsführer Lars Tellmann (Bildmitte).

Der Neue kennt sich aus bei den Hattinger Stadtwerken. Lars Tellmann hat sich im Auswahlverfahren um die Geschäftsführung der Stadtwerke Hattingen durchgesetzt. Damit tritt er die Nachfolge von Jürgen Wille an, der aus gesundheitlichen Gründen zum Jahresende gekündigt hat. Der 47-Jährige kennt das Unternehmen gut – im November 2013 wurde er dort kaufmännischer Leiter und zuletzt auch Stellvertreter von Jürgen Wille.
Sein Nachrücken an die Spitze war allerdings kein Automatismus. Die Stelle wurde ausgeschrieben und rund sechzig Bewerber interessierten sich für den anspruchsvollen Job. Eine Kommission, der übrigens auch Marktkonkurrent AVU angehört, sichtete die Bewerbungen und lud fünf Bewerber zu einem Assessment-Center ein. Zwei Bewerber stellten sich dann dem Aufsichtsrat vor und der entschied sich einstimmig für Lars Tellmann.
Am Niederrhein geboren, lebt Lars Tellmann mit seiner Familie seit vielen Jahren in Arnsberg. Dort unterrichtet seine Frau an der Schule, er hat zwei Töchter. In guten Zeiten dauert die Pendelfahrt nach Hattingen eine Stunde. Die idyllische Kleinstadt kannte Tellmann schon vor 2013, als er zu den Stadtwerken kam. „Ich habe viele Jahre unterschiedlich beratend in Steuer- und Wirtschaftsrecht gearbeitet und im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit auch drei Jahre in Bochum-Linden gewohnt. Da kannte ich Hattingen natürlich schon.“ Er mag die Stadt und schätzt auch die Kollegen der Konkurrenz. „Wir sehen uns im sportlichen Wettbewerb und funktionieren auf dieser Ebene gut miteinander.“ In den letzten Jahren hat Tellmann bereits wesentliche Strukturen und Positionen der Stadtwerke Hattingen mitentschieden. „Aber natürlich wird sich das ein oder andere ändern – wie es ja immer so ist, wenn Personen eine neue Herausforderung übernehmen. Unverändert bleibt hingegen unsere Präsenz in der Stadt und in den sozialen Projekten.“ Auf dem Gelände des aufgegebenen und 2017 abgerissenen Wasserwerks an der Straße Weg zum Wasserwerk in direkter Nähe zur Ruhr wird die neue Stadtwerke-Zentrale gebaut. Das Areal gehört der Stadt-Tochter und diente früher als Lager. Nun entsteht dort ein 2600 Quadratmeter großes Verwaltungs- und Betriebsgebäude für die rund 40-köpfige Belegschaft. Der Umzug soll im Frühjahr 2019 erfolgen. Die alte Adresse an der Gasstraße 1 mit einem Gebäude aus dem Jahre 1910 ist dann Vergangenheit.


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