Der Beitrag war „absolut beeindruckend“

Science Slam: Mädchen räumten die Preise ab – Kleines Publikum.

Für drei Schulen gibt es Geldpreise für die jeweiligen Fachschaften, und zum zweiten Mal wird in diesem Jahr ein „Wanderpokal“ für die jeweilige Schule der Gewinnerin oder des Gewinners verliehen. Dafür hat der Wittener Künstler Peter Kosch eine Skulptur entworfen. Dieser Preis und die Geldpreise für die Schulen kommen von der „Dr. Gerhard und Helga Riedel Stiftung“ des Lion-Clubs Witten

Melanie Arnold von der Hardenstein-Gesamtschule Witten ist die Gewinnerin des „Science Slams 2020“ der Wittener Schulen, der im „Mondolino“ ausgetragen wurde – in diesem Jahr digital und vor einem kleinen Publikum.
Die Qualität hat darunter nicht gelitten: „Ihr Beitrag ‚Entstehung, Nachweis und Vorbeugung einer Lebensmittelinfektion durch Salmonellen‘ war absolut beeindruckend“, sagt Jury-Mitglied Inga Janz vom Amt für Jugendhilfe und Schule. „Sie hat die ­Jury komplett überzeugt, ihr Film ist sehr kreativ, originell, kurzweilig und fachlich fundiert.“
Das gelte aber auch für alle anderen Beiträge, die ebenfalls sehr gelungen und sehenswert waren. Besonders für die Werke der weiteren Preisträgerinnen: Zweite wurde Annkathrin Sander von der Holzkamp-Gesamtschule mit dem Thema „Fleischfressende Pflanzen – eine vergleichende Betrachtung von Fangstrategien und Verdauungsmechanismen bei ausgewählten Arten“. Der 3. Preis ging an Vanessa Mihalache vom Ruhr-Gymnasium, die erklärte, wie sich Musik auf das Lernverhalten auswirkt.
Unterhaltsame Art und Weise
Die Kunst der Science-Slammer besteht darin, einem Laienpublikum wissenschaftliche Arbeiten auf unterhaltsame Art und Weise verständlich zu machen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: „Wer sich traut, darf auch singen, tanzen oder trommeln“, erklärt Inga Janz. Doch in Coronazeiten ging das diesmal nur digital. Die teilnehmenden Oberstufenschüler haben ihre Beiträge deshalb in kurzen Filmen eingereicht, die jeweils circa fünf Minuten dauern. Diese wurden zunächst einem ausgewählten Publikum präsentiert und danach durch eine Fachjury bewertet.
In einem Video-Chatroom
Im Anschluss wurden die Preise an Vertreter der teilnehmenden Schulen überreicht. Neben den Gästen vor Ort konnte ein etwas größeres Publikum die Veranstaltung „live“ in einem sogenannten ­Video-Chatroom verfolgen. Dieser wurde vom Bundeswettbewerb Informatik speziell für diese Veranstaltung bereitgestellt. Die Adresse des Chatrooms konnte von den Slammern an Freunde weitergegeben werden.
Dank an die Akteure: Alle Teilnehmer haben durch die Pandemie ein Schuljahr hinter sich, das es in sich hatte. Trotzdem stellten sie sich auch noch einer freiwilligen Aufgabe, die sehr viel Zeit, Fachwissen und Kreativität erfordert: „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben“, sagt Inga Janz.
Die drei Erstplatzierten erhalten Geldpreise, die von der Firma „Crosscan“ (1. und 3. Preis) und vom Verein Technikförderung Südwestfalen (2. Preis) bereitgestellt wurden. Die Siegerin darf außerdem im nächsten Jahr am „Lions Youth Exchange“ teilnehmen. Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde.


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