Den Dachausbau gut planen

Mehr Platz zum Leben.

In den eigenen vier Wänden kann es im Laufe der Jahre eng werden. Deshalb bauen viele Hausbesitzer den Dachboden als Wohnraum aus – und werten nebenbei die Immobilie auf. Wer mehr Platz schaffen möchte, muss allerdings einige Vorgaben einhalten. Erster Schritt ist die Nachfrage bei der Baubehörde, ob der Ausbau genehmigungspflichtig ist. Dann folgt eine Bestandsaufnahme: Ein Ausbau lohnt sich, wenn mindestens die Hälfte der Fläche eine Kopffreiheit von 2,30 Meter besitzt. Von einem Architekten oder Statiker lassen sich die erforderliche Tragfähigkeit und Verstärkungsmöglichkeiten prüfen.
Besonders wichtig: die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und des vorbeugenden Brandschutzes. „Hauseigentümer sind gut beraten, beim Dachausbau nur Baustoffe der Klasse A (nicht brennbar) zu verwenden“, sagt Jörg-Uwe Strauß vom Deutschen Institut für vorbeugenden Brandschutz (DIvB). Dies gilt nicht nur für den Wärmeschutz, sondern auch für deren Verkleidung. Baustoffe auf Basis von Mineralfasern bzw. Gips brennen und glimmen im Brandfall nicht und verhindern eine Ausbreitung des Feuers. Darüber hinaus entwickeln sie keine giftigen Gase und schützen die Bewohner vor Rauchvergiftungen.
Neben dem vorbeugenden Brandschutz ist auf ausreichend Licht durch genügend große Dachflächenfenster oder Gauben und auf eine entsprechende Kopffreiheit zu achten. Schön für Hausbesitzer: Für einen Dachausbau gibt es Fördermittel – das erleichtert die Finanzierung der wichtigen Maßnahmen deutlich.
Weitere Infos zum Brandschutz beim Dachausbau gibt es vom  Deutschen Institut für vorbeugenden Brandschutz unter www.divb.org.


Bilder