Das Friedensdorf fragte an

Junge kostenlos operiert und liebevoll versorgt.

Auf dem Foto: Betreuungskräfte: Christa Blümer, Bärbel Ziolkowski, Ursel Bekes, Dagmar Patzig, Krankenhauspfarrer Wilfried Ranft; Pflegekräfte: Mareike Meisehen, Anja Schulte, Eileen Remmel, Jessica Stefan, Olga Schadt, Anna Schipprith, Sarah Dorlöchter; Ärzte: Dr. Helfried Waleczek, Fahim Ayami – Kinder vom Friedensdorf International und Dilawar Benawa.

Das „Friedensdorf International“ fragte an – und schon war der kleine Dilawar im Evangelischen Krankenhaus Hattingen (EvK). Ursprünglich kommt der Elfjährige aus Afghanistan. Er litt an einer schweren Knochenmarkentzündung, die ihm starke Schmerzen bereitet und normale Bewegungsabläufe praktisch unmöglich macht.
Zuvor eingesetzte Antibiotika hatten wohl auch aufgrund einer Mangelernährung nicht angeschlagen. In Afghanistan hatte er keine Chance. Kostenlose Hilfe kam nun von den Chirurgen im EvK.
Inzwischen waren nämlich schon Teile des Knochens abgestorben. Diese wurden im EvK in vier Operationen, so zum Beispiel ein etwa acht Zentimeter langer Teil des Oberschenkelknochens, unter der Leitung von Dr. Helfried Waleczek, Chefarzt der Klinik für Chirurgie, operativ entfernt. „Ich bin zuversichtlich, dass alles normal verheilen wird“, sagt der Chefarzt „und dass wir mithilfe von Antibiotika dem Jungen, auch aufgrund seines jugendlichen Alters, so helfen konnten, dass wahrscheinlich keine Beeinträchtigungen zurückbleiben.“
Erster Ansprechpartner für Dilawar ist Fahim Ayami, Arzt in der Inneren Medizin, denn nur er spricht im Haus seine Muttersprache ­Farsi. Aber es kümmern sich seit Wochen viele Mitarbeiter der Station und viele „Grüne Damen und Herren“ von der Ökumenischen Krankenhaushilfe (ÖKH) um den Jungen. „Gleich bei der ersten Begegnung“, sagt Ursel Bekes, eine der grünen Damen, „klatschte er mehrfach zur Begrüßung ab. Er ist ein offener und neugieriger Junge. Wir haben uns dann auch mit Fingergesten vorgestellt. Das Eis war gebrochen.“
Genauso offen läuft es mit den vielen anderen Betreuern. Anfängliche Skepsis – wie verständige ich mich mit einem Kind, dessen Sprache Farsi ist? – beseitigten die offene Mimik und die Gesten des Jungen. „Inzwischen haben wir viele Verständigungsmöglichkeiten gefunden“, sagt Christa Blümer von der ÖKH.


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