Betrieb lässt bis 2029 in Witten bauen

„Grund ist der Gewässerschutz – Teilstücke ungeschützt“.

Das wird erneuert, von links: Das Straßenstück von der Kreuzung „Im Hammertal“ bis zur Herbeder Autobahnauffahrt, die Herbeder Ruhrbrücke, ein Teil der Herbeder Straße bis zum Ruhrdeichkreisel, die Kreuzung Ruhrdeich und Ruhrstraße sowie ein Teilstück der Wetterstraße von den Einmündung Kohlensiepen bis zur Einmündung Ender Talstraße.

Laut eigenen Angabe will der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, der sich selber gerne „Straßen.NRW“ nennt, noch bis 2029 in Witten bauen lassen. Möglicherweise ist das Rekord.
Seit 2016 hat der Betrieb an der Mühlengrabenbrücke gebaut. Damit werden die Landesstraßenbauer 13 Jahre lang die Straßen in Witten teils lahmgelegt haben.
Wer mal die Prognosen dieses Betriebes in der Vergangenheit mit der Wirklichkeit vergleicht, der weiß: Es ist höchstwahrscheinlich, dass wir da noch ein paar Jahre drauflegen müssen.
Ein wesentlicher Grund für den Ausbau ist laut Landesbetrieb der Gewässerschutz. Teilstücke der Strecke Kreuzung „Im Hammertal“ bis Einmündung „Ender Talstraße“ seien ungeschützt. Es könnten noch – meist bei Unfällen – Stoffe ins Wasserschutzgebiet fließen, die da nicht hingehören. Und so sieht der (Gesamt-)Plan aus:
Schon in diesem Jahr soll mit der Wittener Straße begonnen werden: Regenrückhaltebecken in Höhe der Autobahnbrücke A43; der Kamperbach bekommt aus Gründen des Hochwasserschutzes mehr Platz; 2020 bis 2021 plant der Landesbetrieb Straßenbau, das 1,6 Kilometer lange Teilstück bis zur Kreuzung „Im Hammertal“ zu verbreitern und mit Rad- und Fußweg aufzuwerten.
Und dann folgt die „Herkules“-Aufgabe: der Neubau der Herbeder Brücken, laut aktueller Vorhersage 20 Millionen Euro teuer. Angekündigt sind Vollsperrungen. Einen kleinen Geschmack bekamen die Autofahrer schon, als monatelang ein kaputtes Geländer repariert wurde und dazu der Verkehr eingeschränkt war. „Baubeginn nicht vor 2021“ ließ der Landesbetrieb verlautbaren.
Von einer Vollsperrung zur nächsten: Auch bei der Erneuerung der Herbeder Straße, etwa 1,4 Kilometer lang – soll es zu Vollsperrungen kommen. Was das bedeutet wissen viele Wittener noch aus der Zeit, als ein paar Steine vom Kleff-Hang heruntergerollt waren. Annähernd zwei Jahre war Rest-Witten vom Stadtteil Herbede (fast) abgeschnitten gewesen. Und schließlich die Wetterstraße bis zur Ender Talstraße, 3,7 Kilometer: Die soll dann 2029 fertig ausgebaut sein.


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