147 Bewerbungen

Hattinger Förderpreis für junge Literatur...

Die Jury entscheidet über die Vergabe des Hattinger Förderpreises für junge Literatur. Ursula Ollenik, Julian Geißler, Julia Fischer, Christa Heinbruch und Lars Friedrich sichten die 147 eingesandten Beiträge. Foto: Ollenik

„Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.“ (Voltaire) Der Förderverein Stadtmuseum Hattingen e.V. vergibt gemeinsam mit der Stadt Hattingen zum 25. Mal Förderpreise an junge AutorInnen. Der Literaturpreis wird seit 1991 jährlich und seit 2011 alle zwei Jahre vergeben. Gegründet wurde dieser Wettbewerb von der Kubischu (Kulturinitiative Hattingen Ruhr), die ihn auch bis 2010 durchgeführt hat. Teilnahmeberechtigt sind junge AutorInnen, die im Jahr 2019 zwischen 16 und 25 Jahre alt sind. Acht von ihnen werden durch eine Jury ausgewählt und stellen ihre Werke am Sonntag, 6. Oktober, ab 11 Uhr, auf einer Lesung im Stadtmuseum vor. In diesem Jahr sind 147 Beiträge eingegangen – noch mehr als vor zwei Jahren.
Neben Deutschland kommen die Beiträge aus Österreich, Belgien und der Schweiz. 106 Autorinnen und 41 Autoren haben die Feder geschwungen oder die weißen Seiten im Computer mit Leben gefüllt. Bis zu fünf DIN-A4-Seiten, selbstverständlich bis dato unveröffentlicht, durften sie einsenden. Bis auf zwei postalische Sendungen gingen sie übrigens alle erstmalig online ein. Nun hat eine Jury die Qual der Wahl, aus den eingesandten Worten jene zu wählen, die nicht nur für die Augen, sondern auch für die Ohren bei einer Lesung bestimmt sein werden. „Der Förderpreis genießt weit über die Hattinger Grenzen hinaus Ansehen und ist ein Image-Gewinn für Hattingen“, zeigt sich Förderverein-Vorsitzender Walter Ollenik überzeugt. Viele Kurzgeschichten, aber auch einige Gedichte und sogar Theater-Drehbücher sind unter den Einsendungen. „Inhaltlich gab es viele Beiträge zu aktuellen politischen Themen, aber auch Biographisches bekommen wir zu lesen.“ Schirmherr der silbernen Jubiläumsveranstaltung ist in diesem Jahr der Schriftsteller, langjähriger WDR1-Moderator und Lehrer Ulrich Land, der einige Jahre seines Lebens in der dörflichen Idylle in Elfringhausen verbrachte.
Die Jury setzt sich zusammen aus der ehemaligen Grundschulleiterin und stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereines Stadtmuseum, Christa Heinbruch, der Germanistin Ursula Ollenik, dem Journalisten Lars Friedrich sowie den Buchhändlern Julia Fischer und Julian Geißler. Nach einem Leseplan sichten und lesen sie nun insgesamt rund 600 Seiten frisches Wort-Material. Mindestens zwei Jury-Mitglieder lesen den Beitrag eines Autors. Die rund 25 Beiträge der Endausscheidung werden von allen Jury-Mitgliedern gelesen und aus diesen ergibt sich das Votum für die acht jungen AutorInnen, die zur Präsentation am 6. Oktober eingeladen und ihre Werke lesen werden. Musikalisch wird dieser Tag von der Hattinger Band Jazzpana begleitet.
Die Lesung ist öffentlich. Der Gewinner des Hattinger Förderpreises wurde zu diesem Zeitpunkt von der Jury bereits bestimmt, wird aber vorher nicht bekannt gemacht. Die bei der Lesung anwesenden ZuhörerInnen stimmen zusätzlich über einen Publikumspreis ab. Die PreisträgerInnen erhalten jeweils 300 Euro.


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