„Wir unterstützen mit unserer Stiftung lokale Projekte“

Image im Gespräch mit Dieter Rumberg, Vorstandsmitglied der Hattinger Sparkasse

Dieter Rumberg, Mitglied des Vorstandes der Hattinger Sparkasse, kümmert sich auch um die Stiftungsangelegenheiten. Für das bisher letzte Projekt der Stiftung für Bildung, Jugend und Sport erhielt er ein besonderes Dankeschön. Die Stiftung hatte eine Hängebrücke für die Kita St. Peter und Paul mit 5000 Euro unterstützt. Katharina hat das im Bild festgehalten.

Stiftungen leisten in der Gesellschaft einen wichtigen Beitrag. Sie sind Ausdruck des gesellschaftlichen Engagements. In Hattingen hat die Sparkasse 1996 die Stiftung für Kunst und Kultur gegründet und 2013 anlässlich ihres 175. Geburtstages die Stiftung für Bildung, Jugend und Sport. IMAGE sprach mit Vorstandsmitglied Dieter Rumberg über  Stiftungsaufgaben und wer sich wie bewerben kann.

Image: Warum hat die Sparkasse gerade diese Stiftung 2013 gegründet?
Rumberg
: Wir wollten damals den 175. Geburtstag nicht mit einem einmaligen großen Fest begehen, sondern etwas Nachhaltiges auf die Beine stellen. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Anfragen auf Unterstützung gegeben, die sich auf die Bereiche Bildung, Jugend und Sport bezogen haben. Über die vorhandene Stiftung Kunst und Kultur war dies nicht abzudecken. Also sahen wir 2013 eine gute Möglichkeit, eine weitere Stiftung ins Leben zu rufen.

Image: Wer kann sich denn wie bewerben?
Rumberg
: In der Regel bewerben sich Institutionen und Fördervereine, beispielsweise von Kindergärten oder Schulen. Viele Sportvereine haben sich ebenfalls beworben. Die entsprechenden Unterlagen gibt es im Internet auf der Seite der Sparkasse Hattingen. Regelmäßig tagt das Stiftungskuratorium und bespricht die eingegangenen Anträge und entscheidet, wer wieviel finanzielle Unterstützung erhält. Das Grundkapital der Stiftung betrug zum Start 500.000 Euro und ist heute auf 650.000 Euro angewachsen. Das aber darf nicht angetastet werden. Ausgeschüttet werden nur die Erlöse. Bis heute sind das aus dieser Stiftung rund 36.000 Euro. Für 2017 stehen wieder etwa 11.000 Euro bereit. Bis zum Frühjahr 2017 kann man sich bewerben.

Image: Welche Projekte wurden denn bisher unterstützt?
Rumberg
: Da gibt es viele Beispiele. Themen wie Inklusion im Sport, die Sprachförderung, viele Spielgeräte für Kindergärten oder auf Spielplätzen, aber auch sportliche Bewegungsangebote oder eine Unterstützung bei der Anschaffung eines neuen Bootes für den Segelclub haben wir mit auf den Weg gebracht. Wir versuchen in der Regel, Projekte zeitnah zu unterstützen. Das bedeutet, dass wir meistens an der Finanzierung des Gesamtprojektes beteiligt sind, aber nicht alles zahlen.
Oft ist es so, dass Gelder bereits vorhanden sind, diese aber noch nicht ausreichen. Dann kann ein Antrag an die Stiftung gestellt werden. Einzelne Personen, beispielsweise bei einer besonderen Begabung, fördern wir aber eher nicht. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Menschen in den Genuss des Projektes kommen, welches wir unterstützen.

Image: Welche Hattinger Vereine  sind bisher dabei gewesen?
Rumberg
: Zum Beispiel Sportvereine wie der DJK Märkisch oder aber auch der Kinderschutzbund und die Caritas oder auch Merlin mit außerschulischen Bildungsangeboten.

Image: Kann man sich auch mehrmals bewerben?
Rumberg
: Ja, das kann man. Es gibt einige Fördervereine und Institutionen, die sehr aktiv sind. Die dürfen natürlich auch mehrfach in den Genuss der Unterstützung kommen. Wir wollen zwar keine Daueraufträge, aber das Geld soll ja sinnvollen Projekten zugeführt werden.

Image: Was passiert mit den Projekten, die Sie ablehnen?
Rumberg
: Jeder, der sich beworben hat, erhält auch eine Antwort. Lehnen wir ein Projekt ab, dann gibt es auch eine Begründung. Das kann etwa sein, dass das gewünschte Projekt nicht zum Stiftungszweck passt. Ich erinnere mich beispielsweise an den Wunsch einer Zeltplatzbeleuchtung.
Wir haben eine Satzung, die den Rahmen vorgibt und an die wir uns halten müssen. Es kann aber auch sein, dass das Projekt sehr teuer ist und wir es nicht allein finanzieren könnten, andere Gelder aber noch gar nicht eingeworben sind. Das ist dann auch schwierig, weil wir keinen Zeitrahmen für die Realisierung des Projektes haben. Es ist aber schon unser Ziel, der Öffentlichkeit auch mitzuteilen, was die Stiftung tut.

Image: Nehmen Sie auch inhaltlich Einfluss auf die Projekte?
Rumberg
: Nein. Der durch die Satzung definierte Verwendungszweck reicht aus.

Image: Empfinden Sie einen gewissen Druck, wenn Sie ein Projekt ablehnen müssen, weil damit ja auch eine Enttäuschung verbunden ist?
Rumberg
: Eigentlich nicht. Durch die Antragstellung wird deutlich, was machbar sein könnte und natürlich besteht kein Anspruch des Antragstellers. Wir versuchen auch immer, die Anträge auf alle drei Säulen Bildung, Jugend und Sport zu verteilen. Ich denke, bis jetzt haben wir viele positive Dinge angestoßen und mitrealisiert. Und so sollte es auch sein.

 

 

 


Bilder