Wie auf einem Schlachtfeld

Aktuelle Situation am See ­bereitet Sorgen.

Eine vom Zeltfestival zerstörte Wiese, eine Dauer-Baustelle vor dem Schwimmbad-Eingang, und in der Gastronomie Möwennest sind die Lichter aus. Mit großer Besorgnis blickt SPD-Ratsherr Klaus Pranskuweit auf diese Probleme am Kemnader Stausee.
Immer wieder haben ihn Bürger darauf angesprochen. „Auf der Wiese sah es lange aus wie auf einem Schlachtfeld“, beklagt der Sozialdemokrat aus Herbede. Inzwischen sei die Fläche immerhin wieder begradigt. Das bestätigt Franziska Weiße, die Betriebsleiterin des Freizeitzentrums Heveney und ergänzt: „Es ist auch schon wieder frischer Rasen eingesät.“ Im Frühjahr sei die Fläche wieder grün. Sie räumt ein: „In diesem Jahr hat die Großveranstaltung deutlicher sichtbare Spuren hinterlassen als sonst.“ Schuld daran sei die Tatsache gewesen, dass ausgerechnet beim Abbau der Zelte ein übles Regenwetter herrschte. Der Veranstalter komme jedoch wie immer für die Wiederherrichtung der Fläche auf.


Keine Zeit für die Erholung
Klaus Pranskuweit zweifelt allerdings daran, ob die Wiese sich noch einmal erholen kann. Er regt darum an, über eine wie auch immer geartete Befestigung des Untergrunds nachzudenken. Auch die Baustelle vor dem Schwimmbad-Eingang ist in seinen Gesprächen mit Bürgern immer wieder ein Thema: „Wir haben ein großes Problem mit Wasserverlusten“, erläutert Franziska Weiße dazu. Bereits seit September ist sie gemeinsam mit einer Fachfirma den Lecks auf der Spur. „Einige haben wir schon gefunden und beseitigt, aber offenbar haben wir noch immer nicht alle Undichtigkeiten entdeckt.“


Langwierige Untersuchungen
Im Zuge der laufenden Untersuchungen seien auch Arbeiten im Bereich des Vorplatzes erforderlich gewesen. „Bevor man sie wieder schließt, müssen solche Gruben auch erst einmal wieder trocknen“, erläutert die Betriebsleiterin einen weiteren Grund für die Dauer-Baustelle. Unglücklich ist zudem auch noch die Suche nach einem neuen Pächter für die Schwimmbad-Gastronomie Möwennest verlaufen: „Wir waren nach einer Ausschreibung schon in der Vertragsverhandlungen mit einem sehr ernsthaften Interessenten, als er ganz kurzfristig wieder abgesprungen ist“, erläutert die Betriebsleiterin des Freizeitzen­trums. Zuvor hatte der langjährige Pächter aus persönlichen Gründen seinen Vertrag nicht mehr verlängert.


Gespräche fürs Möwennest laufen
„Die Spaziergänger und Freizeitsportler finden am Südufer derzeit keine Angebote mehr zum Einkehren“, bedauert Klaus Pranskuweit. Schließlich falle auch das Haus Herbede schon lange aus. Der SPD-Ratsherr weiß, dass das Konzept für das Möwennest mit einem Bereich für Schwimmbad-Besucher und einem für Gäste von außen nicht leicht zu bedienen ist. Für beide Gruppen müsse es jedoch weiter ein Angebot geben. „Änderungen sind auch nicht vorgesehen“, versichert Franziska Weiße und hofft auf ein baldiges Ende der misslichen Lage: „Es sind schon neue Gespräche mit Interessenten angelaufen.“


Bilder