Volker Hoven knapp zum neuen Beigeordnetern gewählt

Kämmerer-Stelle muss neu besetzt werden – Rainer Kaschel jetzt Kämmerer in Bielefeld.

Volker Hoven

Einen neuen Beigeordneten hat die Stadt Sprockhövel wieder. Nach dem Ausscheiden von Bernd Woldt, der in den Ruhestand ging (IMAGE berichtete), wählte der Rat der Stadt Sprockhövel nun Volker Hoven in die Führungsspitze. Für Kämmerer Rainer Kaschel indes endete die Dienstzeit in der Zwiebelturmstadt. Er ist jetzt Kämmerer und Beigeordneter in Bielefeld.
Während Bernd Woldt dreimal einstimmig zum Beigeordneten gewählt wurde, war die Wahl bei Volker Hoven (SPD) knapp. In geheimer Wahl gab es 19 „Ja“-Stimmen, eine Enthaltung und 17 Gegenstimmen. Der 42jährige arbeitet zur Zeit in der Stadtverwaltung in Heiligenhaus und tritt sein neues Amt in Sprockhövel zum 1. Dezember an. Gewählt wurde er für acht Jahre.
Völlig offen ist hingegen noch, wer die Nachfolge von Kämmerer Rainer Kaschel antritt. Er brachte in seiner letzten Sitzung noch den Haushalt 2017 ein. In einem Rückblick machte er in seiner Haushaltsrede deutlich, in welch schwieriger wirtschaftlicher Situation sich die Stadt befand und immer noch befindet. 2011, so Kaschel, habe es ein Defizit von 4,4 Millionen Euro gegeben und deshalb sei Sprockhövel Stärkungspaktkommune geworden. Es gibt für die Stadt zwar finanzielle Hilfe, aber auch die Forderung aus dem Stärkungspaktgesetz, den Haushalt ab 2016 ausgleichen zu können. Deshalb musste in 2015 die Grundsteuer B überdeutlich erhöht werden, um das Ziel zu erreichen.
Grundsteuer B soll steigen
Für den Haushalt 2017 diagnostiziert Kaschel Probleme bei den Ausgaben für Flüchtlinge, die nicht komplett von Land oder Bund übernommen werden, sowie starke finanzielle Belastungen im Sozialbereich. Demgegenüber entwickeln sich die Steuereinnahmen positiv. Der Planentwurf 2017 weist dennoch ein Defizit von 800.000 Euro auf.  Weil der Kämmerer einen ausgeglichenen Haushalt 2017 vorlegen muss, um die Vorgaben aus dem Stärkungspaktgesetz zu erfüllen, schlägt er erneut eine Anhebung der Grundsteuer B um 90 Prozentpunkte auf dann 820  v.H. vor. Für 2018 und 2019 soll die Grundsteuer dann wieder auf 730 v.H. sinken. Offen ist, ob die Kommunalaufsicht dies mittragen würde, falls die Politik in den laufenden Beratungen diesen Vorschlag akzeptieren würde.  Zurzeit sind Ralf Schmidt als Kämmerer und Stephan Sturm als Fachbereichsleiter benannt.  Auch, ob und wann der erkrankte Bürgermeister Ulli Winkelmann seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen kann, ist noch völlig offen.


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