Viele Besucher trotzten Kälte und Regen

Neue Vorzeichen: Ruhrtal-Bahn meldet gelungenen Saisonauftakt.

Die Fahrt über das Ruhrviadukt bei Witten ist eigentlich Güterzügen vorbehalten. Bis Oktober haben Eisenbahnfreunde die Chance, mit der Ruhrtal-Bahn auf den Strecken vom und zum Wittener Hauptbahnhof auf diese Weise die Ruhr zu überqueren.

Die ersten Fahrten der Ruhrtal-Bahn in der Saison 2018 lockten trotz Kälte und Regen viele Besucher zum Wittener Hauptbahnhof. Begrüßen konnte Geschäftsführer Stefan Tigges dabei auch Landrat Olaf Schade und Jens Grünebaum von den Eisenbahnfreunden Witten. Beide nutzten die Angebote der Eisenbahnfreunde Witten sowie die Premiere der Linie V/Viaduktlinie mit den Fahrten zwischen Witten und Wuppertal, um Eisenbahngeschichte live zu erleben.
Für Stefan Tigges und sein Team steht diese Saison unter neuen Vorzeichen. Nach dem Ende der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Eisenbahnmuseum Bochum wurde das Angebot überarbeitet. Der Fahrplan sieht bis Oktober den Betrieb auf vier Linien sowie elf Sonderfahrten vor.
„Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Wetter und Witten – in sieben der neun kreisangehörigen Städte macht die Bahnromantik zukünftig regelmäßig Station. Damit wird die Ruhrtal-Bahn mehr denn je eine Marketinglokomotive für den gesamten Kreis“, freute sich Olaf Schade.
Es ergebe Sinn, dass der Kreis finanziell helfe, diese Angebote auf die Schiene zu setzen und jährlich Zehntausenden eine Zeitreise mit hohem Freizeit- und Erlebniswert zu ermöglichen. Weitere Partner der Ruhrtal-Bahn sind die Hammer Eisenbahnfreunde und die Eisenbahnfreunde Witten. Der Saison-Startschuss auf der Linie V brachte viel Neues: Erstmals wurden die Bahnhöfe von Witten, Schwelm und Wuppertal angesteuert, erstmals führte die Strecke über das Wittener Eisenbahnviadukt und erstmals war die Diesellok V 200 aus den 1960er Jahren im Ennepe-Ruhr-Kreis im Linienverkehr im Einsatz.
„Die vielen als ,Wirtschaftswunderzug‘ bekannte Zusammenstellung aus Lok und Waggons stammt von unseren Kooperationspartnern aus Hamm“, erläutert Stefan Tigges. Weitere Fahrtage auf dieser Linie sind für die Sonntage 3. Juni, 5. August und 7. Oktober geplant.
Deutlich häufiger, nämlich Woche für Woche, wird der 60 Jahre alte rote Schienenbus der Ruhrtal-Bahn von Mai bis Oktober unterwegs sein. Auf der Linie H pendelt der Zug auf gut 30 Kilometern zwischen Hagen-Hauptbahnhof und Hattingen. Gefahren wird an jedem ersten und dritten Freitag sowie an jedem zweiten und vierten Samstag.


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