Verein für Kinderpatenschaften geht 2018 ins fünfte Jahr

Die Idee: Einfach einmal Zeit an Kinder und Jugendliche verschenken und ihnen zuhören.

Thekla Bieder in dem Büro in der Freiwilligenagentur am Holschentor in Hattingen. Im Hintergrund der „Ehrwin“, der Preis für das ehrenamtliche Engagement der WDR Lokalzeit. Die größte Bestätigung der Arbeit erhält sie aber durch die Patenkinder selbst.

Bald gibt es ihn fünf Jahre, den Verein „Kinderpatenschaften für Kinder aus Hattingen (KiPA)“. Thekla Bieder hat ihn gegründet und ihr Engagement hat Kreise gezogen und ihrer  Arbeit vom WDR Lokalzeit einen „Ehrwin“ beschert.
Das ist ein monatlicher Preis für freiwilliges Engagement. Menschen in Ehrenämtern werden geehrt, die als Gewinn für die Gesellschaft empfunden werden (Ehr-win eben). Der Verein betreut mit 27 Mitgliedern zurzeit 18 Patenkinder. Die Kinder sind zwischen vier und 15 Jahre alt. Ihnen Zeit zu schenken und mit ihnen etwas zu unternehmen, ihnen zuzuhören oder sie bei kleinen Dingen zu unterstützen – das ist Ziel des Vereines, der eng mit den Eltern, aber auch mit einigen Fachleuten zusammenarbeitet.
Zeit miteinander zu verbringen, manchmal etwas Schönes zu unternehmen oder einfach nur gemeinsam kochen oder backen – das gefällt nicht nur den Patenkindern, sondern auch den Paten. Manche von ihnen haben keine eigenen Kinder, manche haben Kinder, sind aber keine Großeltern – und haben jetzt richtig Leben in der Bude. Manchmal sind sie einfach große Freundin oder Schwester – sehr gerne können sich weitere Paten melden, die einmal in der Woche Zeit verschenken möchten. Vor allem männliche Paten fehlen, doch jeder ist herzlich willkommen. Und er wird natürlich bei der Bewältigung seiner Aufgaben nicht allein gelassen, sondern erfährt Zuspruch von den anderen Mitgliedern und Hilfe durch Fachleute. Finanzielle Unterstützung gibt es für die Patenkinder nur in Ausnahmefällen. Darum geht es dem Verein auch nicht.
„Die geschenkte Zeit ist etwas Wunderbares“, findet Thekla Bieder (66), die natürlich selbst auch Patenkinder betreut – eines davon seit sechs Jahren. Worum es geht, macht diese Situation deutlich: Einmal bleibt keine Zeit zum Spielen, denn die Hausaufgaben des Patenkindes sind wichtiger. Als sie beendet sind, ist die gemeinsame Zeit fast um. Das Patenkind erklärt: „Ob Spielen oder nicht - wichtig ist, das wir zusammen sind.“ Mehr Kompliment geht nicht.
Wer sich für die Arbeit von KiPA Hattingen interessiert, findet Infos im Netz unter www.kipa-hattingen.de, kann sich aber auch gern bei Thekla Bieder unter info@kipa-hattingen.de melden.
Am Donnerstag, 7. Dezember, verkauft der Verein in der Ehrenamtsbude der Hattinger Sparkasse auf dem Weihnachtsmarkt (Kirchplatz) Marmelade, Gelee, Likör, Plätzchen und kleine Bastelarbeiten. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in die Vereinskasse.


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